Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
30.08.2017, 08:06 Uhr | MAZ - Westhavelländer 30.8.2017 / Andreas Vogel, Marlies Schnaibel

Im Wahlkreis 56 tritt Andreas Hoffmann aus Strodehne an
Der große Flächenbundestagswahlkreis umfasst auch die Regionen Nennhausen, Friesack, Rhinow und Nauen sowie Ostprignitz-Ruppin

Rhinow/Nennhausen. Die Ämter Nennhausen und Rhinow gehören ebenso wie das Amt Friesack und die Stadt Nauen nach dem Neuzuschnitt der Wahlkreise für die Bundestagswahl im September zum Wahlkreis 56. Der wird aus den beiden Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz gebildet. Zusammen mit den Städten und Gemeinden dort ist das einer der größten
Flächenwahlkreise in der Bundesrepublik überhaupt. Der Abgeordnete muss von Perleberg im Norden bis nach Kyritz im Westen und Neuruppin sowie bis nach Nennhausen, Friesack und weiter in das Havelland hinein reisen. Für den Wahlkreis 56 sind zehn Direktbewerber zugelassen worden. Die Altersspanne dieser Kandidaten liegt zwischen 18 und 72 Jahre. Zwei Frauen und acht Männer werben um die Erststimmen der Wähler. Die beiden Frauen, Dagmar Ziegler aus Wittenberge (SPD) und Kirsten Tackmann aus Tornow bei Kyritz (Linke) dürften gute Chancen haben, in den Bundestag einzuziehen.
Sind doch beide gestandene Politikerinnen und damit vielen bekannt: Tierärztin Tackmann sitzt seit 2005 im Bundestag und ist agrarpolitische
Sprecherin ihrer Fraktion, Finanzkauffrau Ziegler war 15 Jahre lang Mitglied des Landtages in Brandenburg, bis sie 2009 in den Bundestag einzog. Beide sind mit einem Listenplatz 1 zudem gut aufgestellt.
Der Neuruppiner Jurist Sebastian Steineke (CDU) will sein 2013 erkämpftes Direktmandat verteidigen, er steht auf Platz 7 der Landesliste seiner Partei. Außerdem sind sieben weitere Bewerber quer durch fast alle politischen Lager im Angebot des auch flächenmäßig ausgedehnten Wahlkreises 56. Aus dem Havelland mischt sich der Bündnisgrüne Martin Wandrey ins Geschehen ein, der 24-jährige Medizinstudent wohnt in Friesack und wurde in Nauen geboren. Aus dem Westhavelland ziehen weiterhin in den diesjährigen Bundestagswahlkampf: Andreas Hoffmann (FDP). Daneben gehen Michael Nehls (AfD) aus Zechlinerhütte, Wolfgang Engewicht (Freie Wähler) aus Alt Ruppin, der Einzelbewerber Mario Borchert aus Damelack und Corvin Drößler aus Neuruppin, der 18-jährige Schüler tritt für die Spaßpartei Die Partei von Satiriker Martin Sonneborn an, ins Rennen. Arnold Blum aus Glövzin in der Prignitz tritt zwar für die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) an, doch Mitglied bei der als linksradikal eingestuften Kleinpartei, die sich 1982 gründete, ist der 65-Jährige nicht. Blum tritt an, weil „die Altparteien 15 Jahre lang die Milchbauern nicht ernst genommen haben“.