Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
18.08.2017, 14:07 Uhr | MAZ - Der Havelländer 18.8.2017

Tempomessungen und ein neuer Wochenmarkt
CDU-Bürgermeisterkandidat Eckart Johlige stellte Pläne für die weitere Entwicklung der Nauener Altstadt vor

Nauen. Die Sanierung der Nauener Altstadt sei zwar mit etwa 80 Prozent der Gebäude schon recht weit fortgeschritten, trotzdem stünden viele Gebäude – möglicherweise auch aus spekulativen Gründen – weiterhin leer und Eigentümer verweigerten sich der Sanierungspflicht. Hier müsse die Stadtverwaltung auch mit den Mitteln des Bauordnungsrechts mehr Druck machen. Förderung alleine scheine hier nicht zu helfen. Das sagte der Nauener CDU-Bürgermeisterkandidat Eckart Johlige kürzlich in einer Veranstaltung zum Thema Altstadtsanierung, an der auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke teilnahm. Des Weiteren warf er der Stadt vor allem im Hinblick auf das seit mehr als 20 Jahren leer stehende
Theater der Freundschaft, das leider weiter vor sich hin gammle, Untätigkeit
vor, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Johlige nannte es einen schweren Fehler, dass die Stadt das im Privatbesitz befindliche Gebäude nicht selbst erworben hat, als es vor einigen Jahren für wenig Geld zum Verkauf stand. Nauen steuere auf die 20 000-Einwohner-Marke zu und sei in der Kernstadt im Bereich der Kultur unterentwickelt. „Es gibt kein Theater und kein Kino. Es fehlt an Auftritts- und Übungsmöglichkeiten für Bands, wie auch einige Bürger in der Versammlung kritisierten. Hierfür wäre das Theater der Freundschaft gut prädestiniert“, so Johlige. Er will sich als Bürgermeister dafür einsetzen,
dass das im Herzen der Stadt gelegene Gebäude wieder saniert und einer vernünftigen Nutzung zugeführt wird. 
Wie es weiter heißt, wurde von mehreren Bürgern kritisiert, dass es in der Altstadt häufig zu Rasereien trotz bestehender Tempolimits Ebenfalls konkret wurde Johlige, als es um die Wiedereinführung eines Wochenmarktes ging. Ein solcher könne etwa immer an Samstagvormittagen auf dem verkehrsberuhigten Lutherplatz stattfinden. Der Markt sollte wieder wie früher
in direkter Regie der Stadt – ohne wie zuletzt mit einem „Zwischenbetreiber“
– stattfinden. Die Stadt selbst könne dann auch dafür sorgen, dass in erster Linie regionale Produkte dort vertrieben werden und es nicht wie in der Vergangenheit zu einem „Ramsch-Markt“ werde. Dies würde gleichzeitig auch die Innenstadt für die übrigen Gewerbetreibenden an Samstagsvormittagen
beleben, da dadurch weitere potenzielle Kunden angelockt werden könnten, ist Johlige der Meinung. Wie er sagt, hätten zudem viele Bürger kritisiert, dass Müll und Schmierereien in der Stadt Überhand nehmen würden. Der CDU Kandidat machte deutlich, dass das Ordnungsamt personell unterbesetzt sei und eine wirksame Kontrolle insofern nicht stattfände. Hier will er im Falle seiner Wahl durch Schaffung weiterer Stellen wieder für Ordnung und Sicherheit sorgen. Im Hinblick auf die Diskussion um die illegale Hausmüllentsorgung in öffentlichen Papierkörben machte Johlige deutlich, dass es nicht ausreichen würde, mit Bußgeldern an das Problem heranzugehen. Grundursache sei vielmehr, dass in einigen Wohnblocks der Hausmüll nur kostenpflichtig durch den Kauf von Wertmarken entsorgt werden
könnte. Einige Städte – wie etwa München – hätten diese Praxis der
Hauseigentümer durch Rechtsverordnung verboten, da dies zu einer
illegalen Müllentsorgung führe. Er regte an, hierüber auch in Nauen
nachzudenken.