Ostprignitz-Ruppin (RA) Die Ruppiner werden bei der Bundestagswahl
zwischen so vielen Direktkandidaten wählen können wie noch nie: Gleich elf
Bewerber um die Erststimme gibt es am 24. September. Laut Wahlkreisleiterin Annette Löther gibt es neben den Kandidaten der im Bundes- oder
Landtagen vertretenen Parteien drei Bewerber, die es geschafft haben, die nötigen 200 Unterschriften zu sammeln. Zu den Kandidaten, die diese Hürde
nicht überspringen mussten, gehören Sebastian Steineke (CDU), Dagmar Ziegler (SPD), Kirsten Tackmann (Linke), Martin Wandrey (Grüne), Andreas
Hoffmann (FDP), Michael Nehls (AfD) und Wolfgang Engewicht (BVB/Freie Wähler). Als Einzelbewerber geht Mario Borchert aus Damelack ins Rennen.
Er ist Mitglied der Gemeindevertretung Breddin. Er hatte 273 Unterschriften sammeln können. Ebenfalls dabei ist Corvin Drößler aus Walsleben. Mit
ihm tritt erstmals ein Kandidat der satirisch angelegten Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratischen Initiative (PARTEI) an. Drößler scharte 220 Unterzeichner hinter sich.
Auch die MLPD hat erfolgreich einen Direktkandidaten gemeldet. Arnold Blum, Milchbauer aus Glövzin bei Karstädt, wurde von den Marxisten-Leninisten
aufgestellt. Er hat 215 Unterschriften gesammelt. Dagegen scheint die Neuruppinerin Martina Krümmling für die Kommunisten nicht ins Rennen zu gehen. Sie hatte der DKP Webseite zufolge erst 60 Unterzeichner gefunden. Die Akte geschlossen wird aber erst in dieser Woche, da für die Einreichfrist, 17. Juli, der Poststempel gilt. Nicht dabei ist diesmal die NPD. Die rechtsextremistische
Partei war in den drei Wahlen zuvor immer mit einem Direktkandidaten ins Rennen gegangen, verzichtete nun aber darauf. Ein Wahlausschuss wird am
Freitag nächster Woche über die Zulassung der Kandidaten befinden. Der Wahlkreis 56 umfasst die Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und nördliche Teile des Havellandes. 2013 hatte Sebastian Steineke das Direktmandat geholt.