Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
08.07.2017, 12:31 Uhr | MAZ - Kyritzer Tageblatt 8.7.2017 / Wolfgang Hörmann

Würdigung für einen Macher
Edmund Bublitz trägt sich beim Jahresempfang als Erster in das Ehrenbuch des Amtes Neustadt ein

Neustadt. Der diesjährige Jahresempfang des Amtes Neustadt am
Donnertagabend im Hauptgestüt hatte in seinem letzten Viertel eindeutig den – auch emotionalen – Höhepunkt. Das soll nicht die Reden von Bürgermeister Karl Tedsen schmälern, nicht die gründliche Analyse des Jahres 2016, vorgetragen von Amtsdirektor Dieter Fuchs, schon gar nicht den folgenden hörenswerten Beitrag mit erwarteter Kritik an der geplanten Kreisgebietsreform. Die kam von keinem Geringeren als dem Geschäftsführer
des brandenburgischen Städteund Gemeindebundes Karl-Ludwig Böttcher. Nein, die größte Aufmerksamkeit heimste Christian Gilde ein. Der Ex-Landrat von Ostprignitz-Ruppin hatte die für ihn bisher seltene Rolle als Laudator übernommen. Denn es galt, einen Freund, einstigen Kollegen und aktuellen Begleiter bei schon so mancher Angeltour zweier Rentner nach Norwegen zu würdigen. Die Rede ist von Edmund Bublitz. Der frühere
Bürgermeister von Neustadt (1990 bis 1992) und langjährige Amtsdirektor
(von 1992 bis 2005) hörte zunächst ahnungslos, was da auf ihn zukam. Es war keine Lobhudelei, sondern ehrliche Anerkennung für unermüdliches Wirken in der kommunalen Familie.
In die Wirkungszeit des heute 79-Jährigen fiel unter anderem die Firmenansiedlung von Hüffermann-Fahrzeugbau, „mit rund 150 Arbeitsplätzen ein Fisch, den man nicht von der Angel lassen konnte“, wie es Christian Gilde locker formulierte. Der ehemalige Flussmeister Bublitz war entscheidend an der Gründung des heute grundsoliden Wasser- und Abwasserverbandes
„Dosse“ beteiligt und kümmerte sich wesentlich mit darum, dass mit dem „Reiten in der Schule“ die Prinz-von-Homburg-Schule ein deutschlandweit geltendes Alleinstellungsmerkmal bekam. Die Graf von-Lindenau-Halle entstand und Bublitz trieb auf kommunalpolitischer Ebene das Amtsmodell mit
weiterhin bestehenden eigenen Gemeindevertretungen samt ehrenamtlichen
Bürgermeistern voran. Das Schwimmbad, mittlerweile leider schon mehrere Sommer geschlossen, zog bald schon jeden Mai Badegäste auch von weiter her an, weil Wasser mittels Solarenergie beheizt werden konnte. Der Laudator
erwähnte auch das Seniorenheim „Dosseblick“ und das Engagement, mit dem sich Edmund Bublitz dem Erhalt des Denkmals Papierfabrik Hohenofen widmete. „Beim Beschaffen von Fördermitteln legte er eine Energie an den
Tag, die nie enden wollte“, erinnerte sich der Landrat a. D. „Ich hatte das Glück, zur richtigen Zeit immer die richtigen Leute zu treffen“, würde der so Gewürdigte später sagen. Da war er schon unter Beifall als erster Ehrenbürger des Amtes Neustadt (Dosse) geehrt und in das frisch angelegte Ehrenbuch eingetragen worden. Dann kamen die Gratulanten, allen voran
Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des brandenburgischen Städte- und Gemeindebundes, der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke, die „Kleeblatt“-Vorderen Bürgermeisterin Nora Görke (Kyritz) sowie ihre
Amtskollegen Roman Blank (Wusterhausen) und Stefan Freimark (Gumtow). „Es hat den Richtigen getroffen“, sagte Hermann Haacke, Bürgermeister von Sieversdorf-Hohenofen, was wohl alle im Veranstaltungsraum am ehemaligen
Landstallmeisterhaus dachten. Edmund Bublitz und Christian Gilde werden sich wohl schon bald wiedersehen, nicht zur Jagd auf das Schuppenwild, sondern bei der Vorstandsarbeit zugunsten des Klosterstifts Heiligengrabe.