Sebastian Steineke. Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
11.07.2017, 11:19 Uhr | MAZ - Ruppiner Tageblatt 11.7.2017 / Andreas Vogel
Bund gibt 770 000 Euro fürs Fontanejahr Mit dem Geld wird Ausstellung im Museum unterstützt
Neuruppin. Es hat geklappt: Der Bund wird die Leitausstellung „Fontane.200“, die anlässlich des 200. Geburtstages von Theodor Fontane 2019 im Neuruppiner Museum gezeigt werden soll, mit 770 000 Euro unterstützen.
Das hat die Kulturstiftung des Bundes am Freitag in Berlin beschlossen. Für die Unterstützung stark gemacht hatte sich unter anderem der Neuruppiner CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke. Entsprechend froh reagierte der Politiker gestern. „Damit sind wir auf einem guten Weg, damit Fontanes Geburtstag 2019 auch bundesweit die Anerkennung findet, die diesem großen Schriftsteller gebührt“. Neuruppin sei damit „gut aufgestellt“
für die Vorbereitung des kulturellen Höhepunktes, so Steineke. Die Ausstellung im Museum, für die das Land 330 000 Euro bereitstellt, wird biografisch basiert, dabei aber auf die Entwicklung des Autors Fontane und auf dessen Arbeitsweise konzentriert sein. Dabei sollen auch weniger
bekannte Texte wie die journalistischen Arbeiten oder die Kriegsberichte in den Blick gerückt werden.
Der Bund fördert die Vorbereitung des Jubiläumsjahres zu Fontanes 200. Geburtstag insgesamt mit gut einer Million Euro. Denn im November hatte der
Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen, dass die Stadt Neuruppin zur Vorbereitung eines Projektes für Kinder und Jugendliche bereits in diesem Jahr zweckgebunden 300 000 Euro erhält. Insgesamt erwartet Neuruppin Kosten von mehr als 1,8 Millionen Euro. Theodor Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin als Sohn des Apothekers Louis Henry Fontane und Emilie Fontane geboren. Er lebte bis zu seinem siebten Lebensjahr in der Stadt. Dann verkaufte sein Vater wegen Spielschulden die Apotheke, das heute denkmalgeschützte Fontane-Haus in der Karl-Marx-Straße 84, und erwarb in Swinemünde eine kleinere Apotheke, weshalb die Familie Neuruppin verließ. 1832 kam er für ein Jahr zurück: Theodor Fontane besuchte bis 1833 das Friedrich-Wilhelm-
Gymnasium, bevor er nach Berlin ging und später mit seinen Reiseberichten nicht allein das Ruppiner Land bekannt machte, sondern auch weite Teile Preußens.
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