Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
30.06.2017, 14:35 Uhr | MAZ - Prignitz 30.6.2017 / Sandra Bels

Kunower Wehr fast täglich online
Prignitzer Rettungskräfte dokumentieren als einzige in der Gemeinde Gumtow ihre Arbeit für die Öffentlichkeit

Kunow. Angefangen hatte alles im Jahr 2007 mit einer Internetseite. Die Feuerwehr Kunow nutzte sie, um Spenden für verschiedene Wünsche zu sammeln. Thomas Pettke, heute stellvertretender Wehrführer, hatte diese Internetseite gebaut. Vorkenntnisse hatte er damals nicht. Aber Spenden flossen. So konnte unter anderem ein Laptop für die Feuerwehr angeschafft
werden. Außerdem kauften die Brandschützer von dem Spendengeld die elektrische Ausrüstung für Feste: Kabel, Verteiler und ein Zelt. Mittlerweile ist die Feuerwehr nicht mehr nur mit einer Internetseite präsent. Man findet sie auch bei Facebook und Instagram. Diese lobenswerte Öffentlichkeitsarbeit wird
nicht nur von der Gemeinde Gumtow gewürdigt. Im vergangenen Jahr wurde
auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steinecke so auf die Wehr aufmerksam und besuchte sie. Dank seiner Spende konnte die Wehr anschließend eine Schmutzwassertauchpumpe kaufen.
Selbst als Thomas Pettke beruflich zwei Jahre im Ausland arbeitete und nur sehr selten nach Hause kam, blieb die Internetpräsenz aktuell. „Meine Kameraden haben mich per SMS und E-Mail über die neuesten Sachen verständigt, und ich habe sie in die Seiten eingepflegt“, erzählt Pettke. Die Kenntnisse dafür hat er sich nach und nach selbst angeeignet. „Und ein bisschen habe ich mir auch auf den Seiten der Feuerwehren Perleberg und Pritzwalk abgeschaut“, sagt er. Alles stellt Thomas Pettke aber nicht ins Netz. Auch Verletzte werden nicht gezeigt. Als letzten Einsatz findet man auf Instagram zum Beispiel eine Beschreibung der Arbeiten nach dem Unwetter in der vergangenen Woche und eine vom Unfall bei Kunow am Wochenende, bei dem ein Wohnmobil umgekippt war. Die Feuerwehr musste Öl binden und die Kanalisation sichern. Der Fahrer des Wohnwagens blieb unverletzt. Mit vereinten Kräften von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst
konnte er aus dem Inneren des Wagens befreit werden. Keine andere Feuerwehr in der Gemeinde Gumtow ist so öffentlich präsent wie die Kunower. Sie hat 17
Einsatzkräfte, vier Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung und einen Jugendlichen. Außerdem gibt es laut Pettke vier Helfer, die nicht Mitglied sind.