Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
26.05.2017, 11:57 Uhr | MAZ - Dosse-Kurier 26.5.2017 / Björn Wagener

Fachkräftemangel und Wolfsattacken
Bundestagsabgeordneter Sebastian Steineke (CDU) besuchte zwei sehr unterschiedliche Firmen

Heiligengrabe/Freyenstein. Fachkräfte sind Mangelware. Das bekommt auch die Firma Beton- und Energietechnik Heinrich Gräper in Heiligengrabe zu spüren. Dort werden jährlich rund 1300 Trafostationen gebaut, manche davon
knapp 60 Tonnen schwer. „Unser Markenzeichen ist, dass wir alles aus einer Hand liefern“, sagt Betriebsleiter Lars Lehmann. Das heißt, die Häuschen aus Beton und ihre elektrotechnische Ausstattung werden in Heiligengrabe
gefertigt. „Vor Ort müssen sie dann nur noch angeschlossen werden.“ Doch diese umfängliche Wertschöpfungskette braucht Fachwissen. Die Stammbesetzung von insgesamt zwölf Ingenieuren könne noch gut Verstärkung gebrauchen – einen Elektro- und einen Bauingenieur, berichtet
Lars Lehmann. Aber ausgebildete Kräfte zu finden, sei sehr schwierig. Hinzu komme der wachsende Druck von Mitbewerbern aus Osteuropa. Die Firma
Gräper wolle 2017 unter anderem wieder selbst ausbilden und verstärkt auf Ausbildungsmessen präsent sein. Zur Sprache kam das alles am Mittwoch, als der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) zwei völlig unterschiedliche Unternehmen in der Region besuchte – die Firma Gräper in Heiligengrabe und die Pension mit Bauernhof „Hirschhof Hildebrandt“ in Freyenstein. Steineke wollte damit sein Ohr an der Basis haben und aus erster Hand hören, wo es eventuell Probleme gibt.
In Freyenstein ging es vor allem um Wolfsattacken. Schließlich gehören zum
Hirschhof 100 Stück Damwild, 60 Mufflons und 30 Schottische Hochlandrinder. Den letzten Angriff des vierbeinigen Räubers habe es im August vergangenen Jahres gegeben, berichtete Senior-Chef Horst Hildebrandt. Zwar sei das Wildgehege inzwischen mit Untergrabungsschutz und anderen Maßnahmen weitgehend wolfssicher, aber die Weiden der Nutztiere noch nicht. Steineke plädierte im Gespräch dafür, dass Entschädigungszahlungen für gerissene
Tiere viel schneller und unbürokratischer erledigt werden müssten. Zudem müsse festgestellt werden, wie viele Wölfe die Kulturlandschaft überhaupt verträgt. „Und wenn man diese Anzahl von Tieren dann will, muss man nach Attacken auch Ausgleichszahlungen übernehmen.“ Das gelte in ähnlicher Weise auch für Schäden, die der Biber anrichtet. „Ich habe da auch keine Patentlösung, aber das muss geregelt werden“, betonte Steineke. Nach seinen Firmenbesuchen in Heiligengrabe und Freyenstein spendete er in Wittstock T-Shirts für die Kinder der Jugendrotkreuzgruppe, die sich am Landeswettbewerb in Wittenberge beteiligen werden, der dort vom 9. bis 11. Juni ausgetragen wird. Zwölf Kinder, vier Betreuer und zwei Schiedsrichter werden die Dossestadt bei diesem Ausscheid vertreten.
Außerdem gab es von Philipp Wacker vom CDU Kreisverband Warnwesten für die
komplette Jugendrotkreuzgruppe.