GROß PANKOW Jugendliche in ländlichen Regionen sind aktiv, haben Ideen und wollen Dinge bewegen! Die Praxis zeigt dies in vielen Aspekten. Oft fehlt es ihnen aber auf Grund der existierenden Struktur an ausreichend Möglichkeiten,
ihr Engagement unter Beweis stellen zu können. Da will die 48-Stunden-Aktion der Berlin-Brandenburgischen-Landjugend gegensteuern. Am kommenden
Wochenende findet die Aktion zum 20. Mal statt. Von den sieben bisher gemeldetenTeilnehmernausder Prignitz kommen allein vier aus Groß Pankow: Die Jugendclubs in Groß Pankow und Lindenberg, die Jugendfeuerwehr
Lindenberg und der Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e.V. Insgesamt sollen dabei drei Projekte realisiert werden, wie von Sozialarbeiter Carsten Pusch zu erfahren war: Eine „Chill-Zone“ im Groß Pankower Jugendclub, eine Spiele- und Beschäftigungsnachmittag mit Bewohnern der Seniorenresidenz
Hoppenrade sowie Arbeiten an der Pollobahn und dem Dorfspielplatz in Lindenberg. In Hoppenrade werden die Jugendlichen am Freitag zwischen
13.30 und 15.30 Uhr sein. Ab 15.30 Uhr, voraussichtlich bis 21 Uhr, wird dann
der Groß Pankower Jugendclub gestaltet und der Schulhof der Grundschule gesäubert. Sonnabend und Sonntag, jeweils zwischen 9 und 15 Uhr, wird dann in Lindenberg am Pollo gewerkelt. Die Politik hat sich auch schon angekündigt: So wird der Landtagsabgeordnete Thomas Domres (Die Linke) am Freitag vor Ort im Groß Landjugend schafft Chill-Zone, arbeitet am Pollo und auf Dorfspielplatz Pankower Jugendclub sein. Bürgermeister Marco Radloff und der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steinke (CDU) wollen am Sonnabend zum Pollo nach Lindenberg kommen. Die 48-Stunden-Aktion der Berlin-Brandenburgischen Landjugend soll zeigen, dass es trotz aller Schwierigkeiten im ländlichen Raum immer noch viele engagierte Jugendliche gibt, und dass ein generationsübergreifendes Miteinander durchaus sehr erfolgreich sein kann. Ziel ist weiterhin, tragfähige Netzwerke im Gemeinwesen aufzutun und zu aktivieren. Auch geht es darum, die Identifikation der jungen Bürger mit ihrer Umwelt zu stärken. Die 48-Stunden-Aktion könnte dabei einen Stein ins Rollen
bringen.