Berlinchen. Ob vor der Kita in Berlinchen und vor weiteren Tagesstätten und Schulen des Kreises Ostprignitz-Ruppin eine Tempobegrenzung auf 30 km/h eingerichtet werden könnte, darüber wird frühestens Mitte März entschieden.
Denn noch müssten die Daten der Verkehrszählung in Berlinchen vom Februar ausgewertet werden. Außerdem sei das Ergebnis eines anberaumten Vor-Ort-Termins mit Polizei und Stadtverwaltung an der Wilhelm-Gentz-Schule in Neuruppin abzuwarten. Das teilt Kreis-Sprecherin Britta Avantario mit. Eltern aus Berlinchen hatten die Diskussion um Tempo 30 vor Schulen und Kitas in Gang gebracht. Denn sie fordern eine solche
Geschwindigkeitsbegrenzung vor der örtlichen Kita „Regenbogen“ und übergaben am 3. Februar eine Unterschriftenliste an den Wittstocker Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Schultz. Die Eltern fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder, weil die Kita an einer stark befahrenen Straße liegt. Da aber nicht die Stadt, sondern nur die Straßenverkehrsbehörde des Kreises eine Geschwindigkeitsbegrenzung anordnen kann, kündigte Schultz damals eine Zwischenlösung an: Er wolle sich dafür einsetzen, dass rasch Freiwillig-30-Schilder aufgestellt werden. Wann diese tatsächlich kommen,
ist aber noch immer unklar. Grund: Momentan werde mit den Initiatoren vor Ort über Detailfragen diskutiert, etwa, ob die Schilder die Aufschrift „Freiwillig-
30“ tragen sollen oder doch lieber „Achtung Kita“. Schließlich solle die effektivste Lösung gefunden werden, teilt Stadt-Sprecher Jean Dibbert dazu mit und bestätigt gleichzeitig, dass die Unterschriftenliste inzwischen an die Straßenverkehrsbehörde weitergeleitet worden sei. Dass die Forderung aus Berlinchen überhaupt dazu führen könnte, dass künftig auch vor weiteren Kitas und Schulen im Kreis Tempo 30 eingeführt wird, geht auf die CDU-Kreistagsfraktion zurück. Dessen Vorsitzender und Bundestagsabgeordneter
Sebastian Steineke hatte sich unterstützend hinter die Eltern gestellt und sich an die Kreisverwaltung gewandt, die daraufhin ein Verwaltungsverfahren zur
Prüfung der Angelegenheit einleitete – mit genanntem aktuellen Arbeitsstand. Nando Strüfing, Sprecher der CDU im Kreis, kündigte am Donnerstag an, dass sich Sebastian Steineke auf der Sitzung des Finanz-
und Kreisausschusses am Abend nach weiteren Details zur Frage der Geschwindigkeitsbegrenzungen vor Kitas und Schulen erkundigen wolle. bw