Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
22.02.2017, 10:43 Uhr | Ruppiner Anzeiger 22.2.2017 / Anja Rütenik

Brücken und Hallen aus Neuruppin
Bundestagsabgeordneter Sebastian Steineke zu Besuch bei Stahl- und Brückenbau Lindow

Neuruppin (rue) Der Neuruppiner CDU-Politiker Sebastian Steineke stattete am Dienstag dem Stahl- und Brückenbau Lindow (SBL) im Gewerbegebiet Treskow einen Besuch ab. Dabei ließ sich der Bundestagsabgeordnete die Werkshallen zeigen, in denen die Fertigung seit 2015 untergebracht ist. Bis 2015 war SBL in Lindow ansässig. Auf insgesamt 2 800 Quadratmetern
verarbeitet das Unternehmen Stahl. 27 Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende, beschäftigt Heinz Scherer. Im Gegensatz zu so manch anderem Unternehmens-Chef hat er eigenen Angaben zufolge keine Probleme, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. „Demnächst stellen wir den fünften neuen Mitarbeiter ein“, berichtet Scherer. Gearbeitet wird mit modernen Maschinen, aber auch einigen „Schätzen“. Unter anderem ist eine Fräse, die bereits an die 60 Jahre auf dem Buckel haben dürfte, immer noch in Betrieb. „Robust und zuverlässig“, sagt SBL-Chef Scherer. Hauptgeschäft des Treskower Unternehmens ist der konstruktive Stahlbau. Aktuell seien vor
allem Hallen-Neubauten gefragt, erklärte Scherer dem CDU-Politiker. Auch Dachaufstockungen und Brücken gehören zu den Leistungen. In der Region hat SBL in seiner mittlerweile 19-jährigen Unternehmensgeschichte Spuren hinterlassen. So fertigte das Stahlbau-Unternehmen unter anderem die Brücke in Stendenitz. Auch an der Schleuse in Alt Ruppin finden sich Teile aus SBL-Produktion. Wenn die Konditionen stimmen, nimmt das
Unternehmen auch deutschlandweit Aufträge an. Bis zu sieben Mitarbeiter gehen dann auf Montage und verbauen die in Treskow gefertigten Teile. Bis
zu 1000 Tonnen Stahl verarbeitet SBL pro Jahr.
„Unser Haupteinzugsgebiet ist aber Berlin“, erklärte Geschäftsführer Heinz Scherer. Dort sind unter anderem in der Mall of Berlin und an der S-Bahn-Brücke Bergfelde Stahlkonstruktionen von SBL zu finden. Aktuell fertigen die Mitarbeiter unter anderem Treppengeländer für Bauprojekte auf der Reinickendorfer Humboldtinsel - jedes einzelne Geländer wiegt allein eine halbe Tonne. Geplatzt ist laut Scherer allerdings der eigentlich bereits zugesicherte Auftrag für das neue Dach des Berliner Zentralen Omnibus-
Bahnhofs (ZOB). „Da war ich schon sauer“, sagt er. Immerhin hatte der Auftrag ein Volumen von 1,2 Millionen Euro.