Ostprignitz-Ruppin (crs) Bislang ist erst ein Wahlvorschlag für die Direktkandidatur zum Bundestag bei der Kreiswahlleiterin Annette Löther in Perleberg eingegangen. Es handelt sich dabei um Martina Krümmling aus Neuruppin. Sie wird von der DKP ins Rennen geschickt. Die Kommunisten waren 2013 nicht im Wahlkreis 56 auf dem Abstimmungszettel vertreten. Landesweit hatten sie 0,1 Prozent der Stimmen geholt. Der Bundestagswahlkreis 56 umfasst die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und die havelländischen Ämter Friesack, Rhinow, Nennhausen sowie die
amtsfreie Gemeinde Nauen. Letztere beiden Kommunen sind im Gegensatz zu vor vier Jahren aus demografischen Gründen dazugekommen. Bekannt ist bereits, dass die CDU Sebastian Steineke, die SPD Dagmar Ziegler, die Linke Kirsten Tackmann, die Grünen Martin Wandrey, die FDP Andreas Hoffmann und die AfD Michael Nehls ins Rennen ums Direktmandat schickt. Dass sie noch nicht als Wahlvorschlag bei der Wahlleiterin vorliegen, liegt auch daran, dass Zeit ist, einen solchen einzureichen: Letzter Termin dazu ist der 17. Juli, 18 Uhr. Kandidaten, die einer Partei angehören, die im Landtag
oder im Bundestag vertreten ist, haben einen Vorteil: Sie brauchen keine Unterstützerunterschriften vorlegen. Es reichen 200 Unterzeichner, die im
Wahlkreis leben. Vor vier Jahren hatten Einzelkandidaten diese niedrige Hürde übersprungen: Hans-Georg Rieger aus Rheinsberg, Mathias Krebs aus Stüdenitz und Jonas Kayser aus Berlin mit Wurzeln in Wittstock.