Berlinchen. Generell Tempo 30 vor Kindertagesstätten im Kreis Ostprignitz-Ruppin – ob das sinnvoll wäre, darüber will die CDU-Kreistagsfraktion in der
nächsten Sitzung beraten. Das hat der CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Kreistagsfraktion dieser Partei jetzt angekündigt. Den Stein ins Rollen brachten Eltern, die eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 vor der Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Berlinchen fordern und eine entsprechende Unterschriftenliste am vergangenen Freitag an den Wittstocker Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Schultz übergaben. Er kündigte an, dass
die Stadt zunächst einmal Freiwillig-30-Schilder aufstellen werde, da sie nicht die genehmigende Behörde für die Einrichtung einer regulären Tempobegrenzung ist. Dass diese Forderung nun weitere Kreise ziehen könnte
liegt daran, dass sich die Eltern bereits im Oktober 2016 mit diesem Anliegen an Sebastian Steineke wandten, der daraufhin eine Anfrage an die Kreisverwaltung gestellt hatte. Die Antwort gab gestern Vize-Landrat
Werner Nüse: Die Kreisverwaltung habe bereits ein Verfahren zur Prüfung eingeleitet. Der Abschluss werde noch im Februar erwartet. „Es ist richtig, dass die Stadt Wittstock eine Übergangslösung mit den Freiwillig-30-Schildern
schafft“, betont Steineke und verweist darauf, dass der Bund mit einer kürzlich in Kraft getretenen neuen Rechtsverordnung die Einrichtung von Tempobegrenzungen vor Schulen, Kitas und Seniorenheimen deutlich
erleichtere. Wie uns die Eltern aus Berlinchen mitgeteilt haben, ist die Sicherheit der Kinder dort deutlich gefährdet, da es vor der Kita einen regen Verkehr und zusätzlich starken Lkw-Durchgangsverkehr gibt und die einzige
Parkmöglichkeit für Eltern an einer unübersichtlichen Stelle der Straße liegt. Dies ist natürlich nicht hinnehmbar“, so Steineke. Da nicht ausgeschlossen sei,
dass es auch andernorts nötig wäre, Tempo 30 vor Kitas und Schulen im Kreis einzuführen, werden nun alle relevanten Bereiche ins Auge gefasst.