PRIGNITZ Ob der Elbausbau kommen wird und wenn Ja in welchem Umfang ist noch immer nicht absehbar. Im Januar soll der Bundesregierung ein Gesamtkonzept für die Elbe vorgestellt werden, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler. "Wir haben Schlagkraft entwickelt“, sagte Dagmar Ziegler und bezog das auf die gemeinsamen Anstrengungen von CDU und SPD. Auch Naturschutzvertreter würden inzwischen erkennen, dass ein Ausbau vorteilhaft ist. Er kann beispielsweise die Erosion am Flussboden
eindämmen. Aber selbst wenn mit den an den Gesprächen beteiligten Ausbaugegnern kein Kompromiss gefunden werde, gehe Ziegler von einer Entscheidung des Bundestags noch vor der nächsten Wahl aus. Den Beteiligten sei klar, dass eine Zustimmung für den Ausbau nach der nächsten Wahl unwahrscheinlicher werde, falls die Grünen an einer Koalition mit der SPD oder mit der CDU beteiligt sind. Inwiefern der Bund tatsächlich einen Ausbau befürwortet und finanziert, ist noch unklar. Im aktuellen Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan hat die Elbe keine Priorität bekommen. Er definiert die wichtigsten Infrastrukturprojekte des Bundes. Unabhängig davon wollen
Kommunen und Akteure entlang der Elbe besser zusammenarbeiten. Dazu hat sich in Wittenberg der Verein „Kulturregion Elbe“ gegründet. Ziel sei es, bestehende kulturelle Angebote besser miteinander zu vernetzen, teilt die Flusslandschaft Elbe GmbH mit. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern.
Angedacht seien beispielsweise eine eigene Dachmarke, gemeinsames Marketing und ein Internetauftritt, sowie die Unterstützung von
Kulturveranstaltungen an wechselnden Orten. Die Bundestagsabgeordnete
Dagmar Ziegler (SPD) wurde ins Kuratorium des Vereins berufen. „Unser Ziel ist es, die Kulturschätze von Dresden bis Hamburg besser zu vernetzen und erlebbarer zu machen“, sagt sie. Sebastian Steineke (CDU) spricht von einer
Bündelung von Kräften und Ideen, die zur Stärkung der Kultur im ländlichen Raum führen sollen. „Ich verspreche mir vor allem für Veranstaltungen wie die Elblandfestspiele oder die Elbelandpartie in der Prignitz bessere
Vermarktungsmöglichkeiten und neue Besuchergruppen“, sagt der Bundestagsabgeordnete. hata