Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
23.11.2016, 08:22 Uhr | BRAWO 23.11.2016

Wahlkreis 60: CDU auf Kandidatensuche
Kreisparteitag der havelländischen Christdemokraten

Ribbeck. (siw) Uwe Feiler (Wahlkreis 58) und Sebastian Steineke (Wahlkreis 56) holten zur Bundestagswahl 2013 aus dem Stand das Direktmandat für die CDU. Insgesamt gelang dies neun der zehn CDU Kandidaten in Brandenburg.
Für Andrea Voßhoff, die damals als einzige Direktkandidatin verlor (Wahlkreis 60) und auch nicht über die Landesliste wieder in den Bundestag einziehen
konnte, ist die CDU in Westbrandenburg jetzt auf der Suche nach einem neuen Kandidaten oder einer neuen Kandidatin. Für den hiesigen Wahlkreis 60 mit Rathenow, Brandenburg/Havel und Teilen des Landkreises Potsdam-Mittelmark sollte bis Mitte Januar ein CDU-Mitglied gefunden sein. Denn auf der Landesvertreterversammlung der Christdemokraten am 20. Januar stellt die Brandenburger CDU ihre Landesliste für die Bundestagswahl im September
2017 auf. Als mögliche Kandidatin ist Brandenburgs Oberbürgermeisterin
Dietlind Tiemann im Gespräch. Aber offiziell hat noch kein Anwärter auf das Direktmandat seine Ambitionen angemeldet. Dass die CDU, auch im Havelland, in das drei Wahlkreise hinein ragen, ähnlich erfolgreich sein wird wie vor vier Jahren, das hofft Dieter Dombrowski. Am Donnerstagabend begrüßte
der dienstälteste CDU-Kreisverbandsvorsitzende seine Havelländer Parteifreunde zum Kreisparteitag im Ribbecker Schloss. Die Tagesordnung war vor allem durch die Wahl der Vertreter zur Landesvertreterversammlung und der Delegierten zum Landesparteitag im Juli 2017 geprägt. Der Kreisverband Havelland ist mit 501 Mitgliedern einer der größten im Land Brandenburg.
„Anfang November starteten CDU, FDP und BVB/Freie Wähler auf Landesebene die Unterschriftensammlung zur Volksinitiative `Bürgernähe erhalten – Kreisreform stoppen´“, so Landrat Roger Lewandowski und Vorsitzender des Ortsverbands Falkensee, mit 130 der mitgliederstärkste im Landkreis. „Allein mit den 6.000 Mitgliedern des CDU-Landesverbands werden wir die erste Hürde auf dem Weg zum Bürgerbegehren von 20.000 Stimmen wohl sicher nehmen.“ In seinem Bericht vor den Kreisverbandsmitgliedern griff der Landrat noch einmal seine Kritik an der durch die rot-rote Landesregierung geplanten Kreisgebietsreform auf. „Es gibt keinen Landrat, egal ob CDU oder SPD, der sich in der Anhörung in Potsdam
für die Reform ausgesprochen hat. Sie vermissen eine der Kreisgebietsreform
vorangestellte Verwaltungsstrukturreform“, so Lewandowski, der eine mögliche
Fusion mit der Stadt Brandenburg/Havel vor allem wegen der hohen Schulden der kreisfreien Stadt ablehnt. „Bisher ist außer einer gemalten Karte nicht viel Genaues bekannt.“