Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
19.11.2016, 12:40 Uhr | Der Prignitzer 19.11.2016 / Martina Kasprzak

Blüthen kommt voran
Neugestalteter Wirtschaftshof am größten gemeindeeigenen Kulturzentrum offiziell übergeben

BLÜTHEN Mit dem holprigen und bei Regen matschigem Platz ist Schluss. Der Wirtschaftshof in Blüthen mit etwa 900 Quadratmetern zwischen Halle und Versorgungstrakt ist nun ein Veranstaltungsplatz, den man vorzeigen kann. Er
wurde gepflastert und die offenen Steine mit Split aufgefüllt. „Wir werden im Frühjahr nochmals Split auffüllen“, erklärte Bauleiter Mario Erben von der bauausführenden Perleberger Tiefbau GmbH. „Es ist schön geworden und
gefällt mir sehr gut“, sagte Erika Gließmann. Die rüstige 93-Jährige ließ es sich wie andere Blüthener Bürger nicht nehmen, am Donnerstagnachmittag bei der offiziellen Übergabe des Wirtschaftshofes am größten gemeindeeigenen
Kulturzentrum dabei zu sein. „Wenn hier was los ist, gehe ich immer hin“, erzählt die gebürtige Blüthenerin weiter. Schon jetzt freut sie sich auf den Adventsmarkt am 26./27. November. Da sie die anwesende Dorfälteste war, bekam Erika Gließmann gleich eine Schere in die Hand gedrückt, um das
Band mit durchzuschneiden. Auch Heinrich Blume, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Blüthen, zeigte sich ob der Neugestaltung angetan. „Der Platz ist jetzt begradigt. Und man kommt bei diesem schlechten Wetter trockenen
Fußes über das Gelände.“ Wie Bürgermeister Udo Staeck an die Gäste gerichtet sagte: „Blüthen ist wieder ein Stück weitergekommen.“ Und das freut
die Einwohner, denn zusammen mit dem Museum Landpfarrhaus mit Prignitzer Dorfmuseum und den Landfrauen blüht das kulturelle Leben im Dorf.
Nach dem offiziellen Teil ging es in lockerer Runde weiter. Staeck lud die Gäste, zu denen auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke gehörte, zu einem kleinen Umtrunk und Imbiss ein. Die Landfrauen steuerten
selbstgebackenen Kuchen bei. Die Neugestaltung des Hofes war dringend notwendig: Da in den vergangenen Jahren der Andrang zu den
Veranstaltungen wie Advents-, Frühjahrsmarkt, Fest zum 1. Mai oder zum traditionellen Reitturnier immer größer wurde, war absehbar, „dass der Zustand
des Platzes so nicht mehr tragbar war“, äußerte sich Karstädts Bauamtsleiter
Christian Gadow. Denn im Jahr kommen rund 10 000 Besucher zu den Veranstaltungen, die auch viele Händler nicht nur aus der Region anlocken.
Also hieß es planen, was Klaus Peter Buchholz aus Putlitz übernahm, und Geld auftreiben. Das rund 91 000 Euro teure Projekt wurde aus dem Leader-Programm zu 75 Prozent gefördert. Die Mittel kommen aus dem Europäischen
Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung der ländlichen Räume (ELER) und wurden
vom Land Brandenburg bereitgestellt, so dass für die Gemeinde ein Eigenanteil von etwa 23 000 Euro übrig blieb. Martina Kasprzak