Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
12.11.2016, 15:20 Uhr | Märker 12.11.2016 / Dietmar Stehr

Die Sorgen der Leute ernst nehmen
Meinungen lokaler Politprominenz über Lehren aus dem Wahlausgang in den USA

Ostprignitz-Ruppin. Kaum einer, der keine Meinung hatte nach dem überraschenden Ausgang der Präsidentenwahl in den USA. Das gilt auch für die Politiker aus dem Ruppiner Land. Hier eine Übersicht. „Was für ein Desaster“, twitterte die Linken-Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann am frühen Mittwochmorgen, um wenig später auf Facebook nachzulegen: „Gerade an diesem 9. November die Erinnerung: Auch die Weimarer Republik ist nicht an der Stärke ihrer Feinde gescheitert, sondern an ihrer eigenen Schwäche.“ Wenn Fremdenhass, Sexismus, Lügen, Skrupellosigkeit und Mauerbau reichten, um in den USA an die Macht zu kommen, „ist die Welt in einer noch
ernsteren Lage, als befürchtet“, so Tackmann. CDU-Kollege Sebastian Steineke versuchte auf Facebook, den Ausgang der US-Präsidentenwahl eher humorvoll zu nehmen. „Ein hessisch-serbischer Fußball-Philosoph sagte mal so
passend: ,Lebbe geht weiter‘. Das gilt auch heute.“ Nach vorn geht auch der
Blick der SPD-Bundestagsabgeordneten Dagmar Ziegler. „Wir als Europäer und Deutsche müssen damit umgehen und ihn“, Trump, „jetzt daran messen, wie
er künftig mit den anstehenden Sachthemen umgeht.“ Nicht erwartet hatte den
Wahlerfolg Donald Trumps Ostprignitz-Ruppins Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Nach seiner Meinung befragt, sagte er, das Ergebnis sei „absolut ernst zu
nehmen“. Nach dem Brexit-Votum der Briten sei dies nun schon „die zweite Wahl gegen ,Die da oben‘“. Das zeige, „wir müssen die Ängste der Leute, ob alles gerecht und fair zugeht, ernst nehmen.“