Glöwen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete für die Prignitz, Sebastian
Steineke, widmete sich bei seinem gestrigen Besuch der Gemeinde
Plattenburg den Problemen der Schule und Kita. Schulleiter Jörn Atlas empfing Steineke gemeinsam mit Plattenburgs Bürgermeisterin Anja Kramer und dem CDU Kreistagsabgeordneten Ulrich Gutke in der Oberschule mit Grundschulteil in Glöwen zu einem Rundgang und einem ausführlichen Gespräch. Die größte Herausforderung liege für Atlas und seine 24 Kollegen derzeit in der Integration fremdsprachiger Kinder in den Unterricht. 24
Mädchen und Jungen lernen Deutsch als Zweitsprache, 15 von ihnen verteilen sich auf die Klassen 1 bis 6, 9 auf die Sekundarstufe I. Nicht ohne Stolz verwies Bürgermeisterin Kramer darauf, dass die Schule Glöwen als
einzige weiterführende Schule im Landkreis Prignitz durch die Gemeinde
getragen wird. Den Vergleich mit Einrichtungen in größeren Städten muss sie nicht scheuen, räumlich und personell ist die Schule „gut in Schuss“ und kann auf stabile Schülerzahlen bauen. Steineke betonte die Wichtigkeit funktionierender Einrichtungen, gerade im ländlichen Raum: „Nicht nur für die reine Daseinsvorsorge ist eine gute Schuldichte wichtig. Bildung ist ein
Standortfaktor, der die Entwicklung einer Region maßgeblich beeinflussen
kann.“ Über Anfragen kann sich auch die benachbarte Kita Waldhaus nicht beklagen. Leiterin Kerstin Wolf führt bereits Wartelisten. Mit finanziellen Mitteln aus der Gemeindekasse werden derzeit drei neue Räume im Gebäude ausgebaut.
Thema der Gespräche war auch der öffentliche Personennahverkehr. Die seit längerem bei der Bevölkerung auf Unmut stoßenden neuen Busverbindungen im Landkreis treffen auch in Plattenburg auf wenig Gegenliebe. Die Hort-Kinder hätten zu weite Wege zurück zu legen und manche
Fahrpläne würden viele Eltern in der Arbeitszeit stark einschränken, bemängelten die Kita-Mitarbeiterinnen. Steineke nahm die Bitte mit, bei nächster Gelegenheit das Thema im Landkreis anzusprechen. Kompliziert sei nach Einschätzung der Gemeinde als Träger der Kita auch die Einstellung neuer Erzieher. Bezuschussungen gebe es nur bei entsprechender Qualifikation,
das schränke die Möglichkeiten auf dem Land sehr ein.