Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
07.10.2016, 07:52 Uhr | Ruppiner Anzeiger 7.10.2016 / Stephan Ellfeldt

Steineke möchte wieder nach Berlin
CDU nominiert Neuruppiner in Kyritz

Kyritz (RA) Im Fernsehen ist 20.15 Uhr immer die Zeit, die dem Programmhighlight vorbehalten ist. Von einem spannenden Krimi war die Nominierungsveranstaltung zum Bundestagsabgeordneten der CDU für den
Wahlkreis 56 aber weit entfernt. Pünktlich zu diesem Zeitpunkt erhielt der Allein-Kandidat Sebastian Steineke erwartungsgemäß 34 von 36 abgegebenen Stimmen. Es sollte als gutes Omen angesehen werden, dass ausgerechnet im Saal des Kyritzer Hotels „Waldschlösschen“ die erneute Kandidatur Sebastian Steinekes beschlossen wurde. An diesem Ort stellte sich der 43-jährige
Rechtsanwalt vor vier Jahren zur Wahl und heimste auf Anhieb die meisten Stimmen im zweitgrößten Wahlkreis des Bundesgebietes ein. Darauf verwies CDU-Kreisvorsitzender Jan Redmann in seiner Eröffnungsrede. „Damals hatten wir eine positive Stimmung. Heute ist dies etwas anders. In der Politik ist es nicht mehr nur sonnig“, so Redmann. Er stellte aber im Anschluss die Vorzüge des einzigen zur Wahl stehenden Kandidaten deutlich heraus, der nach seiner
Meinung genau in diesen vermeintlich schlechteren Zeiten immer Gesicht gezeigt hat in Berlin, der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. Auf die Frage, warum die Menschen die Zeiten aktuell für schwierig halten, obwohl der Bund nach eigener Wahrnehmung so gut dasteht wie noch nie zuvor, hatte Redmann eine klare Antwort: „Die unstete Figur Sigmar Gabriel als Kanzler von der SPD ist eine reelle Gefahr.“ Steineke ergänzte später, dass die SPD „seit einem Jahr bereits Wahlkampf mache“. So erklären sich die CDU-Verantwortlichen die
stetigen Meinungsänderungen ihres aktuellen Koalitionspartners.
Die CDU-Riege zeigte sich angriffslustig. Auf das Thema AfD wollte jedoch niemand eingehen. „Sie erhalten schon viel zu viel Beachtung, obwohl sie keine Partei mit Inhalten oder Programmen sind“, so Redmann. Daher ging es fortan
allein um das Erreichte. Nicht ohne Stolz verwies Steineke auf sein Engagement zum Ausbau der Autobahnen A 24 und A 17. Auch bei den Bundesstraßen B 167 sowie 189 wurden Ziele erreicht. Einen Seitenhieb in Richtung rot-roter Landesregierung in Brandenburg konnte er sich nicht verkneifen, denn viele Projekte seien angeschoben, aber noch nicht umgesetzt, weil sie „von Potsdam blockiert werden“. Der Mann, der nach eigener Auskunft 600 Termine abarbeitete, unzählige Bürgersprechstunden abhielt sowie 1 500 Besucher im Reichstag begrüßte, stellte final heraus, dass er der „bessere Repräsentant“ sowie „Dienstleister für egal welche Themen“ bei den Menschen in der Region sei. Steineke ging sogar so weit, dass er davon sprach, dass es eine derart gute Zusammenarbeit zwischen CDU-Landes- und Kommunalpolitik
noch nie gab. „Nah am Menschen zu sein, ist gelebte Praxis“, so der Kreistagsabgeordnete und Stadtverordnete Neuruppins. Die 38 stimmberechtigten CDU-Mitglieder des Wahlkreises gaben Steineke in seiner Argumentation und Präsentation recht, indem er die notwendige Mehrheit erhielt.
Bei zwei Nichtabgaben, einer Nein-Stimme sowie einer Enthaltung.