Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
16.09.2016, 11:57 Uhr | Ruppiner Anzeiger 16.9.2016 / Christian Schönberg

Ruppiner Jungrotkreuzler ringen um Gold
Antritt beim Bundeswettbewerb

Ostprignitz-Ruppin (RA) Ob Paralympics oder Olympische Spiele – von Goldmedaillen hört man viel in jüngster Zeit. Auch Ostprignitz-Ruppin setzt auf eine große Hoffnung – wenn es auch keine olympische ist. Aber der Jugendrotkreuzverband OPR vertritt das Land Brandenburg beim Bundeswettbewerb am Wochenende in Straubing. Das ist der Lohn für den Erfolg von Ende Mai in Guben. Völlig überraschend hatten die sechs Teilnehmer aus Neuruppin, Lindow, Rheinsberg und Kyritz den Landesausscheid gewonnen. Dafür gab es schon mal goldgelbe Plaketten umgehängt und einen Siegerpokal überreicht. „Davor sind wir noch nie über den dritten Platz hinausgekommen“, umschreibt der Rheinsberger Team-Leiter Kevin Steddin die Sensation vor vier Monaten. „Für uns ging es auch immer gar nicht darum, ganz vorn zu sein, sondern um den Spaß.“ Der Wettbewerb soll dazu dienen, das Zusammengehörigkeitsgefühl im Verband zu stärken. Oft haben die in den einzelnen Wasserwachten tätigen jungen Ehrenamtler nicht so viel Kontakt miteinander. Beim Wettbewerb gelingt es dann, gemeinsam
Stärken auszuspielen. 
Und das hat es in sich. Es geht auch, aber nicht nur darum, dass man in Sachen Erste Hilfe auf Zack ist und das Rotkreuz-Wissen parat hat. Auch bei einem musisch-kulturellen Themengebiet gilt, es kreativ alles aus sich herauszuholen, und beim Sport-Spiel-Wettbewerb Teamfähigkeit, Geschick und
Schnelligkeit zu beweisen. In Guben war es darum gegangen, stehend in Linie aufgereiht mit einem Dachrinnenstück einen Ball durch einen komplizierten
Parcours sicher von Start nach Ziel zu bringen. Im niederbayrischen
Straubing werden da andere, vielleicht noch größere Aufgaben warten. Das gilt auch für das fünfte Themenfeld – den Mottobereich, in dem es um soziale Kompetenz geht. Das heißt es am Sonnabend „Do bin i dahoam“ – zu hochdeutsch: Hier bin ich zu Hause“. „Die Anforderungen steigen halt“, ist sich Steddin bewusst. Die Lockerheit wolle sich die Truppe dennoch nicht nehmen
lassen. Sie wird für den Bundeswettbewerb auf acht Köpfe anwachsen: Neben den schon in Guben erfolgreichen Philip Bölk, Christian Roß, Michelle Fernow und Timo Schnellus kommen Kevin Steddin selbst sowie Lea-Antonia Krüger und Dennis Hammermeister hinzu. „Eigentlich sollten wir mit neun Leuten antreten“, sagt Seddin. Aber der kurzfristige Ausfall wegen einer Erkrankung ließ sich nicht so schnell ersetzen. Karoline Roß, die im Mai zu den Siegern gehörte, hatte sogar dermaßen wenig mit der Landes-Goldmedaille und der Teilnahme am Bundeswettbewerb gerechnet, dass sie schon ihren Urlaub für dieses Wochenende geplant hatte. Mercedes Richter hat aus anderen, erfreulichen Gründen Platz für einen anderen Ostprignitz-Ruppiner Starter gemacht: Sie ist hochschwanger, wird aber zu den Betreuern gehören, die das
hoffnungsvolle Team begleiten. Finanzielle Unterstützung kommt vom Deutschen Roten Kreuz, aber auch vom Bundestagsabgeordneten Sebastian
Steineke (CDU). Er rüstete das Team mit neuen Trikots aus, so dass sie einheitlich an den Start gehen können.
 
Der Wettbewerb am 17. September gilt als die wichtigste Veranstaltung für die Nachwuchskräfte das Roten Kreuzes im gesamten Bundesgebiet. 200 Jugendliche und junge Erwachsene treten miteinander in den Wettstreit. Sie werden in drei Altersgruppen unterteilt. Der OPR Verband startet in der Gruppe 3 der 15- bis 27-Jährigen.