Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
22.07.2016, 11:00 Uhr | MAZ - Prignitz-Kurier 22.7.2016 / Jens Wegner

200 000 Euro fürs Wittenberger Ernst-Thälmann-Stadion nötig
Sportfunktionäre baten Sebastian Steineke um Unterstützung

Wittenberge. Auf seiner Sommertour 2016 besuchte der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) am Dienstag das Wittenberger Ernst-Thälmann-Stadion. „Derzeit bin ich in allen Teilen des
Wahlkreises unterwegs, um zu gucken, wo Hilfe gebraucht wird. Ich höre ab, wo Sorgen und Nöte bestehen. Gemeinsam wollen wir nach Fördermitteln gucken und herausfinden, wo man was akquirieren kann”, sagte er. „Wir haben eine schöne Anlage. Die ist nun aber schon rund 20 Jahre alt und hat einige Stellen, die abgenutzt sind”, beschreibt Erhard Granzow, Vorsitzender des Kreisverbandes Leichtathletik (KVL) der Prignitz, das Stadion. Dass es 20 Jahre lang gehalten habe, sei schon sehr gut, wurde den Betreibern von Fachleuten bescheinigt. Nun müsse aber etwas gemacht werden. Der Verein könne die veranschlagte finanzielle Belastung von rund 200 000 Euro aber nicht
stemmen. „Wir hatten anfangs 120 Athleten auf dem Platz, Ende April waren es 400. Wenn das so weitergeht, haben wir hier bald das Fest der 1000 Zwerge”, beschrieb er die gute Auslastung der Anlage. Das Fest der 1000 Zwerge gehört zu den herausragenden Nachwuchssportfesten der Leichtathletik in Europa. „Ganz Nordwest-Brandenburg trifft sich hier”, betonte Hans-Heinrich Schenk. Das Wichtigste das erneuert werden müsse, sei die Bahn, wurde Steineke auf
Nachfrage berichtet. Die Wurzeln der Pappeln hinter dem Sportplatz drücken bereits den Belag auf der Bahn hoch, wodurch natürlich auch Unfallgefahr bestehe. Die Hochsprunganlage wird deshalb schon gar nicht mehr genutzt. „Der Kanuverein ist eine weitere Schwerpunktstelle”, ergänzte Wolfgang Strutz, „aber das Stadion ist schon das Wichtigste.”
„Ich werde mit Gordon Hoffmann darüber sprechen und auch mit Thomas Domres und Holger Rupprecht”, versprach Steineke. Dieses Thema gehe über Parteigrenzen hinaus, betonte er. Eine Möglichkeit der Förderung wäre das Kommunale Infrastrukturprogramm des Landes Brandenburg (KIP). Im Rahmen des KIP werden Maßnahmen der Kommunen mit insgesamt 130 Millionen Euro, davon Freizeit- und Sportinfrastruktur mit insgesamt 15 Millionen Euro, aus Landesmitteln gefördert. Es passe aber aufgrund der Struktur in Wittenberge nicht, da das Stadion nicht dem Verein, sondern der Kommune gehöre. Ziel sei es, die
Antrags-Kulisse zu verbessern, so Steineke.