Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
20.06.2016, 11:02 Uhr | MAZ - Dosse-Kurier 18.6.2016 / Claudia Bihler

Sebastian Steineke sagt einfach „Ja!“
Jabeler Kirchengemeinde kann sich wohl begründet auf eine Kirchensanierung freuen

Jabel. „Viel Zeit habe ich nicht“, sagte Sebastian Steineke, CDU Bundestagsabgeordneter, nachdem er von einem Stau auf der A 24
aufgehalten worden war. Doch für die evangelische Kirchengemeinde in Jabel war der gestrige Kurzbesuch des Bundestagsabgeordneten
nichtsdestotrotz erfolgreich – denn sie wissen Steineke in Sachen
Kirchensanierung nun auf ihrer Seite. Kurz und knapp sagte er nach einem Ausflug ins Dachgeschoss der Kirche: „Da gibt es viel zu tun, da muss man gar nicht lange drumherum reden.“ Regelmäßig vergibt der Bund
Fördermittel aus einem Sondertopf für Denkmalpflege. „Die Kirchen sind hier in der Region ortsbildprägend“, sagt der Abgeordnete, „deshalb sind sie meiner Meinung nach auch erhaltenswert.“ Eine ganz spezielle Situation gibt es in Jabel. Im Dorf gibt es neben der evangelischen Kirche noch eine
zweite der Alt Lutheraner. Aber die Bauweise des evangelischen Gotteshauses ist auch für sich ungewöhnlich. Als 1803 die Kirche errichtet wurde, musste kostengünstig gebaut werden – sonst wäre der Bau damals nicht genehmigt worden. Und weil massive Balken fürs Dach ein zu hoher Kostenfaktor gewesen wären, wurde stattdessen eine Bohlenbinder-
Konstruktion gewählt, bei der dicke aneinandergefügte Bretter zu einem Dachstuhl geformt wurden. 
Mehr als 200 Jahre hat die Konstruktion gehalten, doch jetzt nagt der Zahn der Zeit an ihr. Der Dachstuhl wurde am Baukörper eingemauert, so dass die Anschlüsse ans Gebäude wegen fehlender Luftzirkulation nun faulen. 200 000 Euro soll die Sanierung kosten. 100 000 Euro stellte Steineke nun aus dem Fördertopf in Aussicht, für den die Abgeordneten ein Vorschlagsrecht
haben. Pfarrer Berthold Schirge geht davon aus, dass weitere 75 000 Euro aus Mitteln des Preußischen Kulturgutes eingeworben werden können. Den Rest muss die gerade mal 20 Menschen starke Kirchengemeinde
aufbringen. Doch der Jabeler Malermeister Fred Wehland hat ein kostenfreies Gerüst in Aussicht gestellt, was mit 25 000 Euro als Eigenleistung gerechnet
werden kann. Mithilfe von Praktikanten des Deutschen Gewerkschaftsbundes
konnten Fenster und Putz erneuert werden, die Eingangstüren waren kürzlich
ebenfalls von Handwerkslehrlingen restauriert worden. „Für uns ist das natürlich Grund zur Freude“, sagt Schirge: „Wir haben schon lange an der Vorbereitung gearbeitet.“