Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
20.06.2016, 10:56 Uhr | MAZ - Ruppiner Tageblatt 18.6.2016 / Andreas Vogel

Masterplan für Ruppiner Gewässer in Sicht

Neuruppin. Um die Ruppiner Gewässer auf Vordermann zu bringen, soll ein Masterplan entwickelt werden. Ob den die Wasserinitiative Nordbrandenburg (Win) erstellt oder ein externes Büro, das müssten die Kommunen entscheiden, sagte gestern der Wittstocker Jürgen Paul von der Win. Demnach geht es nicht allein um das Anbinden der Gewässer in Lindow, Neuruppin und Fehrbellin an die in Oranienburg, sondern ebenfalls um eine möglichst einheitliche Kanuregion. „Dazu gehören ebenfalls Rheinsberg, Kyritz und Neustadt“, betonte Paul. Demnach könnte der Masterplan bis Ende 2017 durch die politischen Gremien aufgestellt werden. „Wir müssen wissen, wo die Kommunen noch Nachholbedarf sehen“, so Paul. „Der Masterplan muss jetzt erarbeitet werden“, stimmte Sebastian Steineke, Chef der CDU-Kreistagsfraktion in Ostprignitz-Ruppin, zu. Steineke hofft vor allem auf Auftrieb für den Bereich Bett und Kanu sowie für das Nutzen von Antriebsformen auf dem Wasser, die keine oder nur wenige Schadstoffe verursachen.
Erst am Donnerstag war ein Großprojekt der Win fertiggestellt worden. Der zehn Kilometer „Lange Trödel“ zwischen Liebenwalde und Zerpenschleuse ist nun wieder schiffbar – auch dank des Neubaus einer Schleuse und dreier Brücken. Rund 17 Millionen Euro wurden dafür in den vergangenen drei Jahren von Bund, Land und Kommunen investiert. Als Nächstes soll nun die Schleuse Friedenthal in Oranienburg saniert werden. Sie kann die Havel mit den Ruppiner Gewässern verbinden und auch den Anschluss zum Oder-Havel-
Kanal herstellen. Laut Paul könnte die Schleuse Friedenthal bis zum Jahr 2021 saniert sein. Bis dahin will das Land nach den bisherigen Plänen auch das Gros der Kanalseitendämme zwischen Fehrbellin und Oranienburg saniert haben.
Mitglied bei der Win sind neben den Landkreisen Barnim, Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin auch die Städte Neuruppin, Eberswalde, Liebenwalde, Oranienburg, Templin und die Gemeinde Wandlitz. av