Berlin/Neuruppin (RA) Vom 4. bis 7. Juni fand im Deutschen Bundestag das Planspiel „Jugend und Parlament 2016“ statt. Der Unions-Bundestagsabgeordnete für das Ruppiner Land, Sebastian Steineke, hatte
hierfür den 16-jährigen Frithjof Rickmer Feldtmann aus Neuruppin nominiert. Der Elftklässler des Evangelischen Gymnasiums in Neuruppin konnte somit vier Tage lang in die Rolle eines Abgeordneten schlüpfen. Frithjof Feldtmann war am Montag im Büro von Sebastian Steineke zu Gast. Hier berichtete er dem Abgeordneten und seinen Mitarbeitern von den Erlebnissen der letzten Tage. „Es war alles sehr realitätsnah und daher interessant zu sehen, wie
man als Abgeordneter arbeitet,“ freute sich der 16-Jährige, der momentan überlegt, was er im kommenden Jahr nach dem Abitur machen möchte. Obwohl er den Leistungskurs Politische Bildung belegt, kann es vielleicht
„auch in die technische Richtung gehen,“ so Feldtmann. Steineke warb für eine Rückkehr in die Heimat, sollte er ein Studium woanders bestreiten: „Von
den vielen Gesprächen mit Unternehmern im Wahlkreis weiß ich, dass sie händeringend nach Fachkräften suchen,“ so Steineke. Der Abgeordnete freute sich über das große Interesse des Schülers am Planspiel: „Man
merkte ihm an, dass es ihm großen Spaß gemacht hat. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute und hoffe auf ein Wiedersehen in Neuruppin,“ so Steineke.
Absolutes Highlight für Frithjof Feldtmann war der Fototermin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, den das Büro von Sebastian Steineke kurzerhand organisiert hat. Zum Hintergrund: Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren lernten bei dem Planspiel die Arbeit der Abgeordneten
kennen – in Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Hierfür wurden sie fiktiven Fraktionen zugeordnet, die ein Spiegelbild der
aktuell im Bundestag vertretenen Parteien darstellten. Höhepunkt war die abschließende Debatte im Plenarsaal, bei der 48 Redner aus allen Spielfraktionen ans Pult traten und versuchten, Mehrheiten für ihre politischen
Anliegen zu gewinnen. Es ging um die Festschreibung von Deutsch als Landessprache im Grundgesetz, die Einführung bundesweiter Volksabstimmungen und die Verbesserung des Tierschutzes.