Anschnallen – die Tour de Prignitz kommt! 700 Radler erlebten eine Etappe, die weniger feucht denn fröhlich war
Meyenburg. Mal scheint die Sonne, mal regnet es – bei der Tour de Prignitz geht so was auch mal zusammen: Bei Putlitz wartete der ein oder andere Radler darauf, ob in dieser Konstellation mal ein Regenbogen entsteht. Das passierte aber nicht, und danach war es dann mit dem Regen zumindest für
die Auftakt-Etappe der diesjährigen Prignitz-Rundfahrt auch vorbei, die letztlich weniger feucht denn fröhlich war. Dabei hatte es am Morgen noch
nicht danach ausgesehen. Gegen 6 Uhr ging in der ganzen Ostprignitz ein Gewitter nieder, und selbst kurz vor dem Start im Schlosspark von Meyenburg hingen dunkle Wolken über der Region. Die Stimmung hätten sie aber ohnehin nicht beeinträchtigen können,´denn schon früh zeichnete sich ab, dass es ein gigantisches Teilnehmerfeld sein würde, das die 52,5 Kilometer gen Pritzwalk in Angriff nimmt. Glatt 700 Radler waren es am Ende, die Meyenburg am Schloss vorbei Richtung Krempendorf verließen – so viele sind noch nie von Meyenburg aus losgefahren. Sie waren auch nicht
„atemlos“, auch wenn das gleichnamige Lied von Helene Fischer an Start und Ziel und obendrein in der Mittagspause nicht zu überhören war.
Es rollte gut im Feld, auch wenn durchaus ein paar kleinere Erhebungen zu überwinden waren. Unterwegs gab es viele Unentwegte, die trotz des anfänglichen Regens begeistert die Tour-Radler erwarteten, ob in Krempendorf, Frehne oder vor allem in Putlitz, wo auch das Burgfräulein die
Tour begrüßte. Im Feld waren dabei auch Sozialminister Günter Baaske,
Staatssekretärin Katrin Lange, der Bundestagsabgeordnete Sebastian
Steineke und sein Landtagskollege Jan Redmann. An der Spitze des Meyenburger Feldes fuhr natürlich Bürgermeister Falko Krassowski. Auch Amtsdirektor Matthias Habermann ging an den Start. Ganz vorneweg hatte die Tour-Polizei wieder alles im Griff. Selbst kleinere Verkehrsverstöße blieben nicht unbemerkt, wenn auch ausnahmsweise ungeahndet – so bei der Einfahrt nach Pritzwalk, als eine Fahrerin beim Verlassen des Netto-Marktes etwas spät zum
Gurt griff. „Anschnallen – jetzt kommt die Tour de Prignitz“ rief Peter Schröder, Beifahrer im polizeilichen Führungsfahrzeug. Aber gemach: Sie musste nun ohnehin warten, bis das Feld an ihr vorbei war und danach gemütlich den
letzten Kilometer hinunter nach Pritzwalk rollte.
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