Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
19.04.2016, 12:14 Uhr | MAZ - Ruppiner Tageblatt 19.4.2016 / Celina Aniol

Land will die Straße in Keller nicht sanieren
CDU-Vorstoß gescheitert: Potsdam hat kein Geld für die Strecke

Keller. Ja, die Ortsdurchfahrt in Keller sei in einem „sehr schlechten“ Zustand. So habe die Landesstraße bei der letzten Bewertungsrunde 2014 die Note fünf bekommen und das Land wende bis zu 15 000 Euro jährlich für das Stopfen der größten Löcher dort auf. Trotzdem werde sie in absehbarer Zeit vermutlich
nicht saniert, weil die Mark nicht so viel Geld hat, um auch solch eine schwach
frequentierte Strecke aufzumöbeln. Diese Antworten erhielt kürzlich der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Redmann auf seine Kleine Anfrage an die Landesregierung bezüglich der maroden L 22 im Bereich Keller, die er Mitte
März gestellt hatte. Die Idee dazu, einmal beim Parlament nachzufragen, ob
und wann eine Sanierung geplant ist, hatte Sebastian Steineke. Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Neuruppin war Anfang März in Keller und stellte fest, dass ein Ausbau „dringend nötig“ wäre.
Das sehen auch die Kelleraner so – und zwar seit Jahren. Doch ihre Versuche,
die Erneuerung anzuregen, sind bisher gescheitert. Steineke bat nach dem Termin vor Ort deshalb seinen Kollegen Redmann um Hilfe, da der Ausbau der Straße in Potsdam entschieden wird (die MAZ berichtete). Der Landtagsabgeordnete ist enttäuscht über die aktuelle Absage der Landesregierung. „Sie gibt zu, dass sich die L 22 in einem desaströsen
Zustand befindet, tut aber nichts, um das zu ändern“, stellt er fest. Das sei falsch,
zumal die Straße die Zufahrt zum Schloss Meseberg und damit zum Gästehaus der Bundesregierung diene. Aber auch für die Kelleraner und Unternehmen sei dieser Zustand „unzumutbar“. Dass kein Geld dafür da ist, will Redmann nicht hören. „Das Prinzip ,Augen zu und durch’ reicht hier nicht.“ Redmann und Steineke versprechen, dass sie weiter für die Sanierung der Straße kämpfen wollen.