Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
12.04.2016, 11:52 Uhr | Ruppiner Anzeiger 12.4.2016 / Brian Kehnscherper

Keller ist dem Land zu unwichtig
Antwort auf Anfrage zur Ortsdurchfahrt

Keller (bk) Brandenburgs Regierung hat sich mit dem Zustand der maroden L 22 im Bereich von Keller auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist aber ernüchternd: Nach wie vor wird es kein Geld für eine Sanierung geben.
Nachdem sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke im März vor Ort ein Bild der Lage machte, hat sein Parteikollege im Landtag, der Wittstocker Jan Redmann, eine kleine Anfrage zum Zustand der Strecke
gestellt. Seiner Ansicht nach ist die L 22 ist eine der wichtigsten Zufahrtsstraßen zum Schloss Meseberg, dem Gästehaus der Bundesregierung. Umso weniger verständlicher sei es für ihn, wie wenig repräsentativ sich die Straße zeigt.
Daher wollte Redmann unter anderem wissen, wie der Zustand der Straße bewertet wird und ob es Überlegungen gibt, sie zu sanieren. Die Antwort fiel
unerfreulich aus. Zwar räumte die Landesregierung ein, dass der Zustand der L 22 mit einer Note von 5,0 sehr schlecht sei. Da es dem Land jedoch an Geld
fehle und die Strecke mit etwa 2 000 Fahrzeugen pro Tag eine vergleichsweise geringe Verkehrsbelastung aufweist, genießen andere Straßen höhere Priorität.
Zudem betrachtet das Land die B 96 statt der L 22 als Meseberg-Zubringer.