Dorf Zechlin (RA) Insgesamt 18 Frauen und Männer haben am Sonntag an der Norddeutschen Meisterschaft der Barkeeper in Dorf Zechlin teilgenommen.
Für Spannung – und Genuss – war gesorgt. Wettkampfort war zum dritten
Mal das Hotel Gutenmorgen in Beckersmühle bei Dorf Zechlin, das nach den Worten von Guido Fanslau von der Berlin-Brandenburgischen Sektion der Barkeeper-Union mit einer perfekten Organisation aufwartete. Zahlreiche
Gäste des Hotels, aber auch Besucher, die extra wegen der Meisterschaft einen Ausflug nach Beckersmühle unternommen hatten, verfolgten mit
Spannung den Wettbewerb. Wer wollte, konnte die Cocktail-Kreationen sogar probieren. Vor dem eigentlichen Wettkampf hatte jeder Starter für die
individuelle Vorbereitung 15 Minuten Zeit. Doch dann wurde es ernst. In gerade mal sechs Minuten mussten die Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern, aus Berlin und Brandenburg sowie aus Hamburg, Lübeck und Bremen, ihren Cocktail mixen und damit sechs Gläser füllen – immer
unter den Augen einer kritischen Jury.
Mit acht Teilnehmern waren Berlin und das Land Brandenburg am stärksten vertreten. Und wie bereits im Vorjahr hatte mit Linda Kosmowski und Patrick
Lawerenz das gastgebende Hotel gleich zwei Starter in den Wettstreit geschickt. Aber auch aus namhaften Hotels, wie dem „Roma“ und dem „Großer Kurfürst“ in Berlin, dem „Esplanade“ in Bad Saarow, der „Steinbar“
in Prerow und der „Villa Salve“ im Ostseebad Binz waren Teilnehmer angereist.
Die Kreationen, die sich die Barkeeper ausgedacht hatten und mit denen sie beim Wettkampf punkteten, hatten oftmals exotische Namen. So musste „Die schönste Zeit des Lebens“ von Linda Kosmowski gegen den „Crunchy Stuarttini“, den „Pink Flower“, den „Honey Lips“ und den „Spring Break“ antreten. Aber es gab auch Rezepturen, die als „Sandstrand“, „Mexican
Affair“, „Nacho Muchacho“, „Apple Pie“ und „Mystery“ um die Gunst der Jury buhlten. Patrick Lawerenz hatte seine Cocktail-Kreation „Reden ist Silber,
genießen ist Gold“ getauft. Auch die mehr oder weniger hochprozentigen Zutaten verliehen dem Wettbewerb einen Hauch von Exklusivität und exotischem Charme. Neben diversen Spirituosen kamen Säfte, Sirups, Früchte, Kräuter, sogar Blattgold und andere Zutaten zum Einsatz. Doch es waren nicht nur Profis am Start: Lysann Gutenmorgen, die Vizemeisterin des Jahres 2014, hatte mit Bundestagsmitglied Sebastian Steineke (CDU) auch einheimische Politprominenz eingeladen. Steineke
musste während einer Wettkampfpause zum Shaker greifen und wurde danach aufgefordert, sich um die Aufnahme des Barmixers als Ausbildungsberuf einzusetzen. Dazu müsste der Bundestag ein entsprechendes Gesetz beschließen. Steinekes Cocktail ging allerdings nicht in die Wertung ein. Verkosten mussten ihn Michael Bülow, der gemeinsam mit Melanie Schreiber und Lysann Gutenmorgen am Stand der Wirtschaftsjunioren
des Kreises für die Zuschauer den einen oder anderen Cocktail kreierte.