Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
08.04.2016, 09:53 Uhr | Ruppiner Anzeiger 8.4.2016 / Daniel Dzienian

Sanierung startet in wenigen Wochen
Ausschreibungen für die Neuruppiner Sankt Georg Kapelle laufen bereits

Neuruppin (dd) Die schnellsten Schritte sind nicht immer die besten. Für diese Einstellung lobte am Donnerstag Brandenburgs oberster Denkmalschützer
Thomas Drachenberg die Mitglieder des Vereins „Stiftung Sankt Georg Kapelle“ am Donnerstag. Denen ist jetzt einer der bisher wichtigsten Schritte gelungen: Mit der Sanierung von Hülle, Dach und Turm kann es nun endlich weitergehen. Eine entscheidende Aktie an dem Erfolg hat auch Karl-Heinz Götz. Er warb die Spenden in Neuruppin ein. „Jedes Mal, wenn wieder jemand half, bin ich wieder um einen weiteren Zentimeter gewachsen“, freute sich das Vereinsmitglied.
Ebenfalls einen entscheidenden Part hatten der CDU-Bundestagsabgeordnete
Sebastian Steineke für die Region und seine Kollegin Dagmar Ziegler (SPD). Steineke war am Donnerstag ebenfalls gekommen: „Jetzt müssen wir noch versuchen, die Straße vor der Tür zu sanieren“, sagte er lächelnd. Da sich die Straße des Friedens in Landeseigentum befindet, sei sein Einfluss zwar begrenzt. „Wir führen aber Gespräche“, sagte Steineke vielsagend. Die kleine Kirche aus dem 14. Jahrhundert dürfte deutlich schneller wieder in neuem Glanz erstrahlen. Die Arbeiten sind bereits öffentlich ausgeschrieben. Im Juni soll es losgehen. Interessant auch: Obgleich denkmalgeschützt, werden in
dem Gotteshaus auch moderne Elemente zu sehen sein – wie zum Beispiel die stählernen Säulen. „Noch vor zehn Jahren lehrte man an den Hochschulen,
alles müsse an die alte Bauweise angeglichen werden“, so Architekt Norbert Bünger. „Heute ist das nicht mehr so.“ Für die Nutzung hat sich der Förderverein vor einigen Jahren ein Konzept von jungen Leuten der Evangelischen Schule erarbeiten lassen. Ganz logisch: für Kulturveranstaltung böte sich das Haus an. Es ist noch kleiner als beispielsweise die Siechenhauskapelle. Zu großen Sälen in
Neuruppin würde die Kapelle nicht in Konkurrenz treten.