Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
08.04.2016, 09:48 Uhr | Ruppiner Anzeiger 8.4.2016 / Judith Melzer-Voigt

Steineke prangert Mängel an
Landesbetrieb weist Kritik von CDU-Bundestagsabgeordneten zu Dabergotzer Baustelle zurück

Dabergotz (jvo) Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke hat sich die Baustelle auf der B 167 in Dabergotz genauer angeschaut – und ist auf
jede Menge Unmut seitens der Anwohner gestoßen. Bürgermeister Ulrich Krebs und die Gemeindevertreter hätten Kritik, so Steineke. Der schleppende Bauverlauf führe jetzt schon zu einer massiven Bauverzögerung – und ein Ende sei nicht absehbar. Außerdem gebe es Mängel an Fußgängerwegen
und Einfahrten, die durch die Bauarbeiten entstanden sind, heißt es in einer Pressemitteilung Steinekes. Diese seien nicht zu übersehen. Problematisch seien zudem der drohende Wegfall einer Ableitungsmöglichkeit für
Regenwasser durch die Abtrennung eines Entwässerungsrohres sowie ein falsch ausgeglichener Sedimentabscheider, der bisher zu einem monatelangen – und immer noch andauernden – Parkplatzverlust an der Gaststätte Paries führte. „Es sind viele Einzelpunkte, die einer Klärung bedürfen. Die Informationspolitik des Landesbetriebs gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern lässt hier leider zu wünschen übrig,“ kritisiert Steineke, der sich
mit der zuständigen Behörde auseinandersetzen will.
Deren Dezernatsleiter West, Frank Schmidt, reagierte am Donnerstag auf die Vorwürfe. Noch habe es keine Abnahme des Baus gegeben. Eventuelle
Mängel an Fußgängerüberwegen und Einfahrten würden bis dahin beseitigt.
Zum Regenwasser erklärt Schmidt, dass es etliche Rohre von Privatgrundstücken gibt, die den Planern im Vorfeld nicht bekannt waren. Auch bei Einwohnerversammlungen seien sie nicht erwähnt worden. „Wir lösen
dieses Problem jetzt“, so Schmidt. Erst einmal müssten Koordinaten und Höhen von Einleitpunkten sowie Schachthöhen aufgenommen werden. Allerdings sei es auch möglich, dass bei einigen Dabergotzern die Regenentwässerung gekappt worden ist – wenn sie beispielsweise illegal an der öffentlichen Ableitung angeschlossen waren. Der Parkplatz der Gaststätte Paries könne darüber hinaus momentan sowieso nicht angefahren werden, da die Straße davor voll gesperrt ist.
Auch zur Kritik an der Informationspolitik äußert sich Schmidt: Es gebe jede Woche immer am Dienstagvormittag eine Baubesprechung, zu der Anwohner jederzeit kommen und ihre Probleme ansprechen können. Außerdem könnten auch Bauarbeiter kontaktiert werden.