Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
17.03.2016, 09:42 Uhr | MAZ - Ruppiner Tageblatt 17.3.2016 / Andreas Vogel

Neuruppin darf weiter auf Umgehung hoffen

Neuruppin. Die Kreisstadt darf weiter auf eine Ortsumgehungsstraße hoffen. Denn das seit mehr als zehn Jahren im Gespräch befindliche Projekt sei im Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes in die höchste Kategorie „vordringlicher Bedarf“ aufgenommen worden, teilte gestern der Neuruppiner CDUBundestagsabgeordnete Sebastian Steineke mit. Ebenfalls in der
höchsten Kategorie sind die vom Land vorgeschlagenen Ortsumfahrungen
von Wulkow und Herzberg sowie für die Verlängerung der B 189 von Wittstock nach Mirow gelandet. Allerdings ist weiterhin offen, wann wirklich gebaut wird. Denn der neue Bundesverkehrswegeplan soll bis 2030 gelten.
In das Papier wurden erstmals nur Projekte aufgenommen, für die der Bund – nach derzeitigem Stand – auch Geld hat. Allein die Ortsumfahrung von Neuruppin und Alt Ruppin wird laut bisherigen Schätzungen mehr als 40 Millionen Euro kosten, die von Wulkow und die von Herzberg jeweils mehr als fünf Millionen. Kritik kam gestern von der SPDBundestagsfraktion. Diese verwies darauf, dass von 67 Milliarden Euro, die der Bund für Straßenprojekte plant, nicht mal zwölf Prozent für Straßen in den ostdeutschen Ländern bestimmt sind.