Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
16.03.2016, 15:01 Uhr | Ruppiner Anzeiger 16.3.2016

„Hoher Überschuss ermöglicht intensivere Förderung“
CDU-Bundestagsabgeordneter Sebastian Steineke im Interview

Im Nachgang zur Mitgliederversammlung des Kreissportbundes Ostprignitz-Ruppin im Neuruppiner Oberstufenzentrum am Sonnabend beantwortete
der 42-jährige CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke vier Fragen der RA Sportredaktion.
 
Herr Steineke, tragen Sie den Einwurf von Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde, dass er sich auch solch harmonische Stadtverordnetenversammlungen wünscht, wie es die Mitgliederversammlung des KSB zeigte?
 
Sebastian Steineke: Natürlich wünscht sich der Bürgermeister immer harmonische Sitzungen seiner Abgeordneten. Ich denke aber, dass es gut
ist, in der politischen Debatte auch einmal die unterschiedlichen Vorschläge und Lösungsansätze durch die Fraktionen zu präsentieren und darüber auch
eine intensive Debatte zu führen. Wichtig ist nur, dass dies immer im gemeinsamen Respekt voreinander geschieht.
 
Sie deuteten in Ihrem Grußwort an, dass das Ende der Fahnenstange der Förderung des Sports trotz der aktuellen Anhebung um zehn Prozent durch den Kreistag nicht erreicht ist. Können Sie das konkretisieren?
 
Wir haben in diesem Haushaltsjahr gemeinsam eine Anhebung um 10 000 Euro erreicht. Aufgrund der hervorragenden Haushaltslage des Landkreises
mit einem hohen Überschuss sollte es möglich sein, die Förderung
noch weiter zu intensivieren. Eine Erhöhung um einen mittleren fünfstelligen Betrag können wir uns als CDU-Fraktion zurzeit sehr gut vorstellen. Alles weitere bleibt dabei aber selbstverständlich den Haushaltberatungen
vorbehalten.

Sie bringen ein Überdenken der Förderrichtlinie ins Spiel. Können Sie auch hier genauer werden?
 
Der Landkreis Oberhavel plant bereits für dieses Jahr eine Umstellung der Förderrichtlinie, um das Antragswesen transparenter und einfacher zu gestalten und eine bessere Förderung des Kinder- und Jugendsports
zu erreichen. Dafür soll unter anderem zukünftig ein großer Anteil der Zuschüsse abhängig von der Anzahl der Mitglieder unter 18 Jahren gewährt
werden. Dieser Anteil kann von den Vereinen dann nach eigenem Ermessen verwendet werden. Hier ist vom KSB und vom Landkreis genau zu prüfen, ob dies auch bei uns möglich und sinnvoll ist.
 
Der KSB präsentierte einen Film über seine Tätigkeitsfelder. Ahnten Sie, wo sich der KSB überall „tummelt“?
 
Einige Aufgabenfelder waren auch für mich neu. Deswegen ist es immer gut, mit den Vereinen und dem Kreissportbund im Gespräch zu bleiben, um die
vielfältigen Tätigkeiten kennen zu lernen.