Neuruppin. Tut der Landkreis Ostprignitz- Ruppin genug, um die ehrenamtliche Arbeit zu stärken? Tut er nicht, findet die CDU-Fraktion und schlägt jetzt vor, der Kreis solle einen Bürgerpreis stiften, mit dem regelmäßig besonders verdiente Ehrenamtler ausgezeichnet werden könnten. Viele Menschen engagieren sich seit Jahren in den verschiedensten Bereichen. Gerade jetzt angesichts der vielen Flüchtlinge, zeige sich wieder, wie wichtig die Arbeit der Ehrenamtler ist. Ohne sie wären die Kommunen an vielen Stellen überfordert. Die Helfer seien unverzichtbar, sagt CDU-Fraktionschef
Sebastian Steineke: „Hierfür steht ihnen unsere höchste Anerkennung zu.“
Er würde sich allerdings wünschen, dass es nicht nur bei warmen Worten für die Helfer bleibt. „Zwar gibt es bestimmte Auszeichnungen von Kommunen, Initiativen, Organisationen oder Vereinen für langjährige verdiente Mitglieder“, sagt Steineke: „Allerdings fehlt es bislang an einer zentralen
offiziellen Ehrung durch den Landkreis und den Landrat.“ Das will die CDU jetzt ändern.
Kreistagschef Manfred Richter findet die Idee bei erster Betrachtung nicht schlecht. „Wir sind auf die Unterstützung angewiesen“, sagt der SPD-Politiker. „Wir brauchen die Hilfe der Ehrenamtler an allen Ecken und Enden.“ Und diese Arbeit müsse natürlich auch anerkannt werden, sagt er.
Ob der Landkreis deshalb gleich einen eigenen Bürgerpreis vergeben muss, da will Richter sich noch nicht festlegen. „Erst einmal müssen wir prüfen, was es denn alles schon für Auszeichnungen gibt“, sagt er. Dass andere Landkreise wie die Prignitz oder das Havelland einen solchen Preis schon länger vergeben, ist für ihn noch kein Argument. Sollte sich allerdings
herausstellen, dass der Kreis Ostprignitz-Ruppin bisher noch keine
geeignete Form der Auszeichnung hat, dann könnte auch Richter sich
durchaus vorstellen, einen solchen Bürgerpreis einzurichten. „In welcher
Form der dann vergeben wird, müsste man noch prüfen“, sagt er. „Es dürfte bei der Auswahl der Preisträger keine Einschränkungen geben“, das ist Sebastian Steineke wichtig. Neben Feuerwehrleuten, Katastrophenschützern
und Sportvereinen müssten alle Menschen berücksichtigt werden, „deren besonderes Wirken für die Gesellschaft in Ostprignitz-Ruppin von Bedeutung ist“. Egal, ob sie das für oder mit einem Verein tun oder in einer privaten oder
ganz persönlichen Initiative. Das Vorschlagsrecht für die Auszeichnung
könnte bei den Bürgermeistern und Ortsvorstehern liegen, schlägt Steineke vor: Sie kennen die Menschen in ihrem Bereich am besten.“ Über die Höhe
der Auszeichnung sollte der Kreistag entscheiden.