Lichtenberg (RA) Beim Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbandes
Ostprignitz-Ruppin am Sonntag in Lichtenberg forderte der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Jan Redmann eine personell und sachlich besser
ausgestattete Polizei. Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke beanstandete vor allem die vom Land beabsichtigte Kreisgebietsreform. In Ostprignitz-Ruppin wie im gesamten Land Brandenburg sei „im Jahr 2016 mehr Geld für mehr Polizisten und eine besser ausgestattete Polizei das A und O“, sagte Redmann. Aus Gesprächen wisse er, „dass die Personaldecke
der Polizei ein Niveau erreicht hat, das eine gute Arbeit kaum noch möglich macht“. Der Abbau von bisher mehr als 1 000 Stellen im Rahmen der Polizeireform in den zurückliegenden Jahren sei ein vollkommen falscher Weg. Schwerpunkt in 2016 werde die Integration der Asylbewerber sein. Allerdings könne das Merkel-Zitat „Wir schaffen das“ nur greifen, wenn sich alle darum bemühen, diejenigen, die eine neue Heimat suchen, zu integrieren. Dies gelte, so Redmann, nicht für eine kleine Minderheit krimineller Asylbewerber, die schneller als bisher in ihre Heimatländer
zurückzuführen seien. Sebastian Steineke kritisierte die vom Land beabsichtigte Kreisgebietsreform. Im Leitbild-Entwurf des Innenministeriums
werde nichts über eine Entschädigung jener Städte gesagt, die ihren Status als Kreisstadt verlieren würden. Zumindest die Variante der Teilung von Ostprignitz-Ruppin sei vom Tisch. Als große Chance für die Region sieht Steineke die Tatsache, dass die Feier zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes in Neuruppin und die Landesgartenschau in Wittstock gleichzeitig 2019 stattfinden. Es müsse an Konzepten gearbeitet werden, beides als großes Kulturevent in Nordbrandenburg zu vermarkten. Steineke: „So eine Chance haben wir nie wieder.“