Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
24.09.2015, 09:14 Uhr | Ruppiner Anzeiger 23.9.2015

Autohof-Pläne bestätigt
Stadtverordnete beschließen verändertes Gebiet

Neuruppin (zig) Die Pläne für den Autohof an der Autobahnabfahrt
Neuruppin sind am Montagabend von den Neuruppiner Stadtverordneten bestätigt worden. In einer Sondersitzung wurde der Bebauungsplan für das Vorhaben einstimmig beschlossen. Allerdings unterscheidet sich dieser von der im November 2014 bestätigten Version. Das Gebiet wurde geringfügig
verringert. Zudem soll der Autohof nun nicht mehr in zwei, sondern in einem Bauabschnitt errichtet werden. Dass die Abgeordneten den Autohof und die damit verbundenen Angebote zu schätzen wissen, zeigte sich in der relativ kurzen Diskussion. Die Stadtverordneten demonstrierten auch, dass sie die in der Einwohnerfragestunde geäußerten Befürchtungen nicht teilen. Dazu zählten unter anderem verringerte Gewerbesteuer-Einnahmen durch Gewinneinbußen bei den anderen Tankstellen in der Stadt. Auch der Sinn
der geplanten Wasserstoff-Tankstelle auf dem Autohof war angezweifelt
worden.
Arne Krohn, Baudezernent der Stadt, verwies auf die Funktion der A 24 als Referenzstrecke zwischen Hamburg und Berlin, mit der die Nutzung von Wasserstoff als Kraftstoff gefördert werden soll. Auch die Bedenken, dass die Stadt Neuruppin am Ende weniger Steuern einnimmt, wischte Krohn vom
Tisch. „Die Steuereinnahmen vom Autohof bleiben wie bei Aral und Shell auch in Neuruppin“, erklärte er. Sebastian Steineke (CDU) erklärte, dass niemand
von der Autobahn extra in die Stadt zum Tanken fahre. Somit seien Einbußen für Tankstellen in der Stadt auszuschließen. Abgeordnete aus nahezu allen
Fraktionen sprachen zudem ihre Hoffnung darauf aus, dass sich der stärkere Konkurrenzdruck positiv auf die Entwicklung der Spritpreise auswirke. Der B-Plan wird vermutlich ab Ende Oktober ausgelegt.