Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
25.08.2015, 14:52 Uhr | MAZ - Dosse-Kurier 25.8.2015

Bürgermeister im Wahlkampf
Jörg Gehrmann nutzt CDU-Sommerfest als Auftakt. CDU-Politiker gegen Kreisgebietsreform.

Berlinchen – Der Wittstocker CDULandtagsabgeordnete Jan Redmann
hat am Sonntag vehement die fürs Jahr 2019 beabsichtigte
Kreisgebietsreform in Brandenburg abgelehnt. Beim Sommerfest der CDU in Berlinchen sagte er: „Wir brauchen keine Großkreise. Und wir werden uns im Landtag dafür einsetzen, dass dieser Unsinn nicht durchgezogen wird.“ In der Vorwoche hatte er sich in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen über Erfahrungen mit Kreisgebietsreform informiert. „Im jetzt größten Landkreis Deutschlands, dem Kreis Mecklenburgische Seenplatte,
sollten mit der Reform ursprünglich über 400 Verwaltungsstellen
eingespart werden, am Ende sind es tatsächlich gerade mal gut 40 Stellen weniger“, so Redmann. Der Neuruppiner Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke unterstützte Jan Redmann. Steineke lehnte beim CDU-Fest in Berlinchen ebenso vehement die geplante Kreisgebietsreform ab. Rund 140 Gäste waren Sonntagmittag der Einladung der CDU zum Sommerfest mit Musik des Wittstocker Blasorchesters auf dem Berlinchener Reiterhof gefolgt.
Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann begann mit seinem Wahlkampf. Am 27. September bestimmen die Wittstocker den künftigen Bürgermeister.
Gehrmann ist der einzige Kandidat. Er geht wieder für CDU und Freie Wählergemeinschaft ins Rennen. „Ein direkt gewählter Bürgermeister kann
deutlich kraftvoller in Potsdam für seine Stadt kämpfen, weil er den
Rückhalt bei den Bürgern hat.“
Henryk Wichmann aus der Uckermark, der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag von Brandenburg, sprach über die Flüchtlingspolitik im Land. Er monierte, dass im Erstaufnahmelager die Qualifikationen der Asylbewerber nicht erfasst würden. Denn es gebe hervorragend ausgebildete Leute, die in Deutschland dringend gebraucht
würden. Henryk Wichmann forderte deutlich mehr Tempo bei der
Rückführung jener Flüchtlinge, die aus als sicher eingestuften Ländern kommen, und die ohnehin keine Chance hätten, in Deutschland Asyl zu
bekommen. In der Asylpolitik forderte der Bundestagsabgeordnete Steineke von der Brandenburger Landesregierung, ihren Widerstand im Bundesrat gegen die Anerkennung Albaniens als sicheres Herkunftsland aufzugeben. Dann könnten Asylverfahren für Menschen aus diesem Land beschleunigt abgeschlossen werden.