Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
24.08.2013, 08:53 Uhr | Märkische Allgemeine Zeitung / Axel Knopf 24.08.2013

Es fehlen Männer als Familienpaten - Im Netzwerk gesunde Kinder sind die weitaus meisten Begleiter weiblich
Besuch der CDU Landtagsfraktion mit Sebastian Steineke beim Netzwerk Gesunde Kinder in Kyritz

KYRITZ | Ja, sie würde sich mehr Männer als Familienpaten wünschen.
Denise-Verena Ladewig, Koordinatorin des Netzwerks gesunde Kinder im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, beantwortete gestern diese Frage bei einem Besuch der CDU-Landtagsfraktion im Kyritzer Mehrgenerationenhaus eindeutig. Unter den derzeit 141 ehrenamtlichen Paten sind nur fünf Männer. Direkt nach der Geburt stünden meist die Mütter im Vordergrund, aber auch bei den Vätern gebe es einen Gesprächsbedarf, sagte Denise- Verena Ladewig.
Die Koordinatorin stellte zusammen mit Projektleiterin Christiane Schulz die
Arbeit des Netzwerks vor. Die dafür extra geschulten Paten begleiten 445 Familien in den ersten drei Jahren des Kindes. Der erste Kontakt entsteht oft durch die „Gelben Damen“, die bereits auf der Geburtsstation der Ruppiner
Kliniken die jungen Mütter besuchen.
Sie informieren diese über die Angebote, wozu auch „Windelgespräche“ und Mutter-Kind-Krabbelgruppen gehören. „Die Familien sind uns gegenüber
sehr aufgeschlossen. Es gibt eine gute Mundpropaganda“, so Denise-Verena Ladewig. Familien aus allen Bildungsschichten würden den Kontakt suchen.
Das Verhältnis der Paten zu den Familien basiert auf Vertrauen und Freiwilligkeit. „Es gibt keinen erhobenen Zeigefinger“, sagte die Koordinatorin bei dem Besuch, an demauch der hiesige Direktkandidat der CDU für die  Bundestagswahl, der Neuruppiner Kreistagsabgeordnete Sebastian Steineke, teilnahm.
Ein Problem für die Paten wie auch für einige Familien ist die Mobilität.
Erst jüngst scheiterte eine Patin daran, dass während der Schulferien eine für sie nötige Busverbindung wegfiel, sagte Denise- Verena Ladewig. Trotzdem werde aber jeder betreut. Projektleiterin Christiane Schulz  wünschte sich von der Landespolitik eine langfristige Finanzierung. „Derzeit gibt es nur eine zeitlich begrenzte Projektförderung“, sagte sie. „Wir brauchen aberVerlässlichkeit und Kontinuität.“
Christiane Schulz (Netzwerkleiterin) und Sebastian Steineke Christiane Schulz (Netzwerkleiterin) und Sebastian Steineke