Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
27.04.2015, 10:28 Uhr | Ruppiner Anzeiger 25.4.2015 / Daniel Dzienian

Wo Maschinen geliebt werden
Automationssysteme Leske feiert millionenschwere Investition und Betriebs-Geburtstag

Neuruppin (dd) Kann man Maschinen lieben, mit ihnen reden? Für Autos gilt das auf jeden Fall, aber auch für Automationssysteme? Der Chef von Automationssysteme Leske (ASL), Andreas Leske, meint ja. Ein Dialog
darüber mit Frank Matthus, dem künstlerischen Leiter der Rheinsberger Kammeroper, inspirierte diesen zu einem kleiner Live-Performance am Freitag im Treskower Gewerbegebiet. ASL feierte dort nicht nur sein
15-jähriges Bestehen, sondern auch den Abschluss einer rund zwei Millionen Euro teuren Investition in eine neue Werkshalle sowie in Fertigungsmaschinen. Ein Teil der Summe wurde mit Bundes- und Landesmitteln gefördert. Unter den rund 100 geladenen Gästen waren
deshalb auch Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Die Linke), Landrat Ralf Reinhardt (SPD), der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian
Steineke, Neuruppins Vizebürgermeister Arne Krohn sowie Familie und Freunde des Unternehmers.
Gestartet ist Leske im Jahr 2000 mit drei Mitarbeitern. Die Grundausstattung und erste Maschinen beschaffte er dank einer Versteigerung mit geborgtem
Geld. Mittlerweile liefert der Neuruppiner Betrieb deutschland-, europa- und weltweit selbst entwickelte Maschinen und Produktionssysteme. Zu den Kunden gehören Automobilhersteller wie BMW und Audi sowie die Produzenten von Waschmaschinen und Haushaltsgeräten wie Miele. Heute gibt es 30 Mitarbeiter. Der Altersdurchschnitt der Belegschaft liegt bei unter 40. Der 49-jährige Unternehmer ist in Neuruppin stark verwurzelt, fördert Sport und Kultur. Auch direkt in die Region wird geliefert, etwa zu Dreistern oder zum Meyenburger Möbelwerk in der Prignitz. Leske appellierte zudem an Minister Görke, bei einer nächsten Kreisgebietsreform, die Ostprignitz-Ruppin und die Prignitz zusammenzulegen. Landradt Reinhard begrüßte es, wenn dabei „nicht nur Behörden übereinander reden, sondern die Menschen ihre Meinung sagen“. Das kleine Kunststück über die Liebe von Mensch zur Maschine von Matthus wurde perfekt, als er die neue Sopranistin der in diesem Sommer uraufgeführten Oper „Adriana“, Julia Bachmann, präsentierte. Sie gab singend eine Version des weiblichen Automatenmenschen Olympia aus E.T.A. Hoffmanns „Sandmann“. Minister Görke durfte sie spaßeshalber mit einer
Fernbedienung steuern.