Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
09.03.2015, 12:54 Uhr | MAZ - Dosse-Kurier 9.3.2015 / Andreas Vogel

Überrascht vom Aufstand
Kritik am Busverkehr: Kreistagsabgeordnete erwarten Antworten vom Kreis

Neuruppin – Überrascht haben sich Kreistagsabgeordnete mehrerer Fraktionen von der harschen Kritik am Entwurf des Nahverkehrsplanes gezeigt. Die sechs Ortsbeiräte aus dem Norden von Rheinsberg befürchten ein weiteres Ausdünnen der Buslinien. Das sorgt für Irritationen. „Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Bustouren mit dem neuen Plan aufgestockt werden“, sagte Ina Muhß. Die SPD-Fraktionschefin hofft deshalb jetzt auf Aufklärung von der Kreisverwaltung und der Busgesellschaft ORP. Sie glaubt, dass der Kreistag den Nahverkehrsplan trotz der Kritik am Donnerstag, 12. März, beschließen kann. Das schließe Änderungen, sofern diese sinnvoll seien, im Nachhinein nicht aus.
Überrascht zeigte sich ebenfalls Ralph Bormann, Chef der bunten Fraktion aus freien Wählern, Bauern und FDP, von der Kritik der Ortsbeiräte. „Die kommen ziemlich spät aus dem Hut.“ Bormann will am Dienstag mit der Fraktion über das Thema sprechen. CDU-Fraktionschef Sebastian Steineke aus Neuruppin wunderte sich, dass die Einwendungen nicht bereits in den Fachgremien vorgetragen wurden. „Die Stadt Rheinsberg hatte zwar viele Hinweise, aber von diesen Kritikpunkten war keine Rede“, so Steineke. Die CDU-Fraktion wird kurz vor dem Kreistag noch mal über den Nahverkehrsplan sprechen. Rheinsbergs Ortsbürgermeister Sven Alisch hält die Kritik an dem Entwurf für berechtigt. „Der Busverkehr ist im Wesentlichen auf den Schülerverkehr beschränkt“, bedauerte er. Orte mit weniger als 300 Einwohnern jedoch gar nicht mehr anzufahren, das hält der Ortsbürgermeister wie die Ortsbeiräte unter anderem von Zempow für
rechtswidrig. Landrat Ralf Reinhardt hat versprochen, die Kritikpunkte prüfen zu lassen. av