Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
02.02.2015, 09:45 Uhr | Ruppiner Anzeiger 2.2.2015 / Daniel Dzenian

Debatte um Kreisreform als Polemik bezeichnet
Havelland laut CDU-Abgeordnetem verärgert

Lindow (dd) Für negative Reaktionen in anderen Teilen Brandenburgs hat die Neuruppiner Debatte um eine mögliche Kreisgebietsreform gesorgt. Dieser
Auffassung ist der CDU-Bundestagsabgeordnete des Kreises, Sebastian
Steineke. Der Politiker betonte beim Neujahrsempfang der CDU-Stadtverbände Lindow und Rheinsberg am Sonntag in der Sport- und Begegnungsstätte Lindow, verärgerte Stimmen habe er vor allem aus dem Havelland vernommen. Seit zwei Wochen sorgt ein Vorschlag des Neuruppiner Bürgermeisters Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) für Kontroversen. Golde hatte ins Spiel gebracht, bei einer möglichen Reform sollte Ostprignitz-Ruppin gespalten und der finanzschwächere Teil mit der Prignitz und dem Havelland zusammengefügt werden. „Das ist Polemik“, befand Steineke. „Dieses
Gegeneinanderarbeiten und die Art der Debatte ist nicht gut.“
Steineke kritisierte bei dem Empfang auch die Einstellung der Potsdamer Landesregierung zu einer möglichen Neubildung. „Bei der jetzigen Aufgabenverteilung ist eine Reform gar nicht nötig. Aber in Potsdam wehren sich
alle dagegen, etwas abzugeben.“ Eine Funktionalreform müsse her, forderte er.