Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
30.01.2015, 09:10 Uhr | Ruppiner Anzeiger 30.1.2015 / Christian Schönberg

Eine Milliarde Euro für mehr Berufseinstiegschancen
Bundesförderung kommt auch Ober- und Gesamtschulen in Neuruppin, Rheinsberg und Fehrbellin zugute

Ostprignitz-Ruppin (crs) Der Bund fördert die Begleitung des Berufseinstiegs. Das kommt auch Ruppiner Schulen zugute. So sind die Oberschule am Rhin in Fehrbellin, die Fontane-Oberschule in Neuruppin und die Heinrich-Rau-Oberschule in Rheinsberg in das Programm aufgenommen worden. Weitere Schulen im Landkreis sind die Prinz-von-Homburg-Gesamtschule in Neustadt,
die Dr. Wilhelm-Polthier-Oberschule in Wittstock und die Carl-Diercke-Oberschule in Kyritz. Bei dem Programm geht es darum, dass jene Jugendlichen Unterstützung erhalten, denen es schwer fällt, den Schulabschluss zu schaffen. Damit laufen sie auch Gefahr, einen erfolgreichen
Berufsstart zu verpassen und von Anfang an am Arbeitsmarkt abgehängt zu werden. „Sie brauchen deshalb besondere Unterstützung“, so der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) am Donnerstag.
Ihm zufolge füllt der Bund mit den Mitteln aus dem EU-Förderprogramm des Europäischen Sozialfonds (ESF) eine Lücke, die in erster Linie von den Ländern mit ihrer Bildungshoheit zu stopfen wäre. „Da die Länder die
Kofinanzierung nicht erbringen konnten, ist es jetzt gelungen, aus Mitteln des ESF die Finanzierung zu sichern“, so Steineke. Diese Sicherheit gilt bis zum Schuljahr 2018/2019. Das Geld wird dafür verwendet, dass Begleiter engagiert werden, die junge Menschen unter ihre Fittiche nehmen: Sie bleiben an ihrer Seite von der Schule bis zur Berufsausbildung. Der Bedarf scheint auch weiterhin zu bestehen, obwohl die Zahl der Ausbildungsplätze mittlerweile deutlich über der der
Schulabgänger liegt. Dennoch waren Ende 2014 im Bereich der Arbeitsagentur Neuruppin – die Kreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Havelland
– immer noch 128 junge Männer und Frauen auf Ausbildungsplatzsuche.
Immerhin sind die Zahlen im Vergleich zum Jahr zuvor aber gesunken: Ende 2013
waren es noch 172 Menschen, die ohne eine Lehrstelle geblieben waren.