Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
17.11.2014, 10:33 Uhr | Ruppiner Anzeiger 17.11.2014

Jetzt gilt es, Wurzeln zu schlagen
Baumpflanzaktion an der Klosterruine ist am Sonnabend abgeschlossen worden

Lindow (iby) Es war ein für den November typisch grauer Tag, als sich gut drei Dutzend Menschen am Friedhof der Klosterruine in Lindow trafen. Dort hielt Pfarrer Ulrich Baller am Sonnabend die Andacht anlässlich der Aktion
„Deine Linde für Lindow“. Unter den Besuchern waren die Landtagsabgeordnete Ulrike Liedke (SPD), Amtsdirektor Danilo Lieske sowie Lindows Bürgermeisterin Heidrun Otto (CDU). Vor einem Jahr, anlässlich
des Gedenkens der Zerstörung des Klosters Lindow vor 375 Jahren, gab es dort die erste Ersatzpflanzaktion, nachdem im Winter 2013 am Kloster
kranke und alte Bäume gefällt worden waren. Bis heute fanden sich über 50 Spender für junge Bäume. Linden, Eichen, Erlen, Spitzahorn und Obstbäume
wachsen nun auf dem Klostergelände.
Nicht alle Baumpaten waren vor Ort, so griff Patrick Oehm, gebürtiger Lindower aus Neuruppin, zum Spaten und buddelte das Bäumchen für Spenderin Claudia Harders-Johow aus Barkelsby ein. „Als Pastorensohn ist es mir eine Ehre die Pastorenbirne einzupflanzen“, sagte Dr. Friedemann Gross. Er verbrachte eine glückliche Kindheit in Lindow. Heute lebt der Arzt mit seiner Familie in Berlin. Mit seiner Spende wollte er eine Erinnerung schaffen. „Jetzt hast du wieder eine Wurzel“, kam es aus der Reihe der Zuschauenden. Im Anschluss löffelten alle Besucher ein Süppchen im vom Kerzenlicht ausgeleuchteten
Klosterkeller, um dann gestärkt zur Schule zu ziehen. Dort setzte Heidrun Otto die Bürgermeisterlinde ein. Damit das Bäumchen nicht so allein dort steht,
pflanzte Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (SPD) eines daneben: „Unsere Reichstagslinde“, scherzte Lieske. Die Baumpflanzaktion am Kloster ist
nun abgeschlossen.