Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
17.11.2014, 10:30 Uhr | MAZ - Ruppiner Tageblatt 17.11.2014 / Regine Buddeke

Gut verwurzelt
Viele Bäume sind innerhalb eines Jahres auf dem Lindower Klosterareal gepflanzt worden. Am Sonnabend kamen neun dazu.

Lindow – Schon die Puhdys haben es gewusst: „Jegliches hat seine Zeit, Bäume pflanzen, Bäume abhauen“, singen sie in einem ihrer Hits. Pfarrer Ulrich Baller nimmt das am Sonnabend gern in seine Andacht auf, in deren Mittelpunkt die nunmehr dritte Pflanzaktion „Deine Linde für Lindow“ steht.
Während der Sanierungsarbeiten am Kloster im Jahr 2013 wurden 69 alte Bäume auf dem Gelände gefällt – Ausgleichspflanzungen waren beauflagt. Schon im Oktober 2013 und im Frühjahr 2014 wurden auf dem Klostergelände Bäume in die Erde gebracht. Am Sonnabendmittag fanden sich erneut 30 Menschen zu einer Andacht, begleitet durch die Lindower
Posaunengruppe, mit anschließender Pflanzaktion ein. Neun Urkunden hat Lindows Bürgermeisterin Heidrun Otto in der Hand, jeder Baumspender des
Tages erhält eine. Ihre eigene fehlt noch, ihre „Bürgermeister-Linde“ pflanzt sie jedoch schon einmal vor dem neuen Bürgerhaus ein, gleich neben der Linde des Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke (CDU). Die Landtagsabgeordnete Ulrike Liedtke (SPD) pflanzt dagegen auf dem Klostergelände ihr Bäumchen. „Mir liegt Lindow am Herzen. Eine Linde für
Lindow ist eine schöne Idee“, sagt sie. „Außerdem ist Herr Voigt regelmäßig
bei unseren Orgel-Kursen in Rheinsberg. Wenn er mich einlädt, komme ich natürlich.“ Der Genannte vertritt an diesem Tag den Stiftskapitel-Vorsitzenden
Horst Borgmann, der sich seit Jahren für die Klosterruine und das Gelände engagiert. Neben Liedtkes Linde wird gerade die „Pastorenbirne“ in die Erde
gebracht.
Steffen Schindel, Pächter der Insel Werder im Gudelacksee, hat gar zehn Bäume gespendet. Hauptsponsor war indes Stefan Schacht, der Inselbesitzer. 30 Bäume hat der Berliner bei der Granseer Gartenbaufirma
gekauft, etliche davon werden auf der Insel gepflanzt, weil das „Soll“ auf dem Klostergelände erfüllt ist. „Die Aktion hat mich spontan angesprochen“, sagt Friedemann Groß zwischen zwei Schaufelschwüngen. Er habe beim Urlaub
in Lindow von den Pflanzungen erfahren. Der Arzt aus Berlin hat die Sommer seiner Kindheit in Lindow verbracht, daher ist er der Drei-Seen-Stadt eng verbunden. „Die Aktion ist erst einmal beendet“, verkündet Heidrun Otto
den 30 Gästen zur nunmehr erfüllten Auflage zur Ausgleichspflanzung, nach der im Klosterkeller eine heiße Suppe für alle Gäste ausgeschenkt wird. „Das heißt aber nicht, dass wir keine Bäume mehr in Lindow pflanzen, wenn wir das wollen.“ Pfarrer Baller bekräftigt das Vorhaben. „Wer heute hier pflanzt, hat Vertrauen in die Zukunft“, sagt Baller. „Und er tut etwas für künftige Generationen.“