Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
21.10.2014, 09:47 Uhr | Ruppiner Anzeiger 21.10.2014

Wo der Spaß aufhört
Anbau in der Salus-Klinik verbreitert Behandlungsangebot / Einrichtung feiert mit Rauchentwöhnung Erfolge

Lindow (zig) Die Salus-Klinik in Lindow gehört schon jetzt in einigen Bereichen – wie der Bekämpfung von Spielsucht – zu den besten Einrichtungen Deutschlands. Besondere Erfolge gibt es auch bei der Raucherentwöhnung mit einer Erfolgsquote von 40 Prozent. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke zeigte sich am Montag bei seinem Besuch der Einrichtung beeindruckt von den Möglichkeiten und Erfolgen der Klinik. Steineke, der stellvertretendes Mitglied im Bundestagsausschuss für Gesundheit ist, ließ sich gemeinsam mit Lindows Bürgermeisterin Heidrun Otto (CDU) von Direktor Dr. Johannes
Lindenmeyer über das Gelände führen. In der Einrichtung wird derzeit
wieder in die Zukunft investiert: Ein Anbau an das Haus A soll zum einen für mehr Betten sorgen, zum anderen entstehen dort auch neue Therapieräume, die zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten eröffnen werden. So wird ein Großraumbüro gebaut, in dem die Patienten in einem geschützten Umfeld mit allen Erfahrungen eines normalen Alltags konfrontiert werden. „Wir müssen weg von rein handwerklichen Dingen“, so Lindenmeyer. Dazu, die Menschen auf ein reguläres Leben vorzubereiten,
gehöre auch, sie mit den neuen Technologien vertraut zu machen.
Eine kleine Version des Büros gibt es schon jetzt in der Einrichtung. Eine virtuelle Firma bietet den entsprechenden Rahmen. Dort wird für die Patienten ein Arbeitstag simuliert – inklusive Stress durch Kundenanrufe, Fehlern in der Technik und bei der Verarbeitung sowie anderen unbekannten Herausforderungen. Moderne Kommunikationstechnik
kommt aber nicht nur dort zum Einsatz. Auch beim elektronischen
Therapie-Tagebuch erweist sich die Möglichkeit, schneller und vernetzt zu arbeiten, als Vorteil für die Patienten. „Wir wollen nicht, dass am Ende der Woche zusammenfantasiert wird, wie sich die Patienten ihren Alltag gewünscht hätten“, erklärt Lindenmeyer. Daher biete ein vernetztes Tagebuch die Gelegenheit, aktuell und damit ehrlicher Buch über die Ereignisse in der Therapie zu führen. Es gibt aber auch Fälle, bei denen
die neuen Technologien der Genesung entgegenstehen. So sei bei Onlinesüchtigen die zunehmende Smartphone-Nutzung zuweilen schwierig.
Nach dem Ausbau wird die Einrichtung über insgesamt 275 Betten verfügen. Um schwarze Zahlen zu schreiben, benötigt die Salus-Klinik eine Auslastung von wenigstens 95 Prozent der vorhandenen Plätze. Den Ausbau wertet
Steineke als erneutes Bekenntnis zum Standort Lindow.