Rathenow. Der CDU-Stadtverband Rathenow hatte am Samstagvormittag
zum Neujahrsempfang in das Restaurant Harlekin am Märkischen Platz geladen. Die Veranstaltung hat Tradition. Und die Christdemokraten nutzten
sie auch 2018 wieder zum lockeren Gedankenaustausch mit Ausblick auf die politische Arbeit der kommenden Monate. „Wir sind zuversichtlich“, eröffnete
der Stadtverbandsvorsitzende Andreas Gensicke den Neujahrsempfang, zu dem bei weitem nicht nur Christdemokraten gekommen waren. Gensicke
konnte den Vorsitzenden des Fördervereins zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas Kirche, Heinz-Walter Knackmuß, den Geschäftsführer der KWR Rathenow Hartmut Fellenberg, den Vorstand des Vereins Unternehmer
für Rathenow, sowie Karl-Reinhold Granzow, Stadtverordneter der Linken und viele weitere Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem Vereinsleben begrüßen.
Gleich drei Bundestagsabgeordnete der CDU mit Wahlkreisbeziehungen zum Havelland saßen in der Runde. Dietlind Tiemann, Uwe Feiler, und Sebastian
Steineke waren gekommen, um sicherlich auch einem Mann politisch den Rücken zu stärken, der gar nicht anwesend war. Roland Seeger kandiert für den CDUOrtsverband am 25. Februar zur Wiederwahl in das Bürgermeisteramt der Stadt. Seeger konnte am Neujahrsempfang nicht teilnehmen, weil er erkrankt ist. So spielte die Bürgermeisterwahl dann zumindest in den offiziell Reden eine eher untergeordnete Rolle. Wolfram Bleis, Vorstandsmitglied des CDU-Stadtverbandes und ehrenamtlicher
Geschichtsforscher, lenkte die Aufmerksamkeit der Gäste auf drei Räume in der Berliner Straße, in dem ab April eine Ausstellung des Fördervereins Heimatmuseum Rathenow präsentiert werden soll. Rathenow gehört zum Bundestagswahlkreis von Dietlind Tiemann. So überließen Feiler und Steineke der ehemaligen Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg auch den bundespolitischen Redebeitrag beim Neujahrsempfang. Sie sprach von schwierigen Verhandlungen zur Bildung einer Großen Koalition. Bildung und Pflege nannte sie als Aufgaben, die ihr in den kommenden Jahren besonders
wichtig sind. Dietlind Tiemann und die CDU- Landtagsabgeordnete Barbara
Richstein werteten das Scheitern der rot-roten Kreisgebietsreform im letzten Jahr als politischen Erfolg ihrer Partei und vieler Unterstützer.