Neuruppin (RA) Zu einem etwas veränderten Rahmen hatte sich der Kreissportbund (KSB) entschlossen, um seine traditionelle
Auszeichnungsveranstaltung „Sportler des Jahres“ zu garnieren. Ein neuer Aspekt: Der als „Rasender Reporter“ bekannte Atilla Weidemann wurde als Moderator engagiert. Auch wurde diesmal die Empfangshalle der Sparkassen-
Hauptfiliale mit ihrem historisch geprägten Ambiente genutzt und nicht mehr die Kantine. Das kam bei den 110 Gästen am Freitagabend prächtig an, weil zum einen durch die Stehtische lockere Stimmung herrschte sowie Sehen
und Hören leichter waren. Für den kulturellen Rahmen sorgte das Neuruppiner Projekt „Beatments“, das zu Beginn und zum Ende der 70-minütigen Auszeichnung seinen speziellen Blick auf Tanz und Pop gab. Ohne Schuhe, ohne Socken. Pur. Einer der sechs Preise, auch „Bambi des Sports“ genannt, ging an den Vorjahressieger. Alle anderen Preisträger sind zwar keine Unbekannten in der Sportlerfamilie, aber die Vielfalt spiegelt das umfangreiche Sportangebot im Nordwesten Brandenburgs wider. Immerhin
betonte Schirmherr Ralf Reinhardt, dass der Landkreis den organisierten Sport mit 120 000 Euro unterstützt. „Mit der Stiftung und dem Landkreis ist da
sein Räderwerk, das greift.“ Der SPD-Landrat nutzte die Bühne aber auch, um zu mahnen: „Unsere größte Aufgabe wird in den nächsten Jahren sein, die Trainer vernünftig auszubilden.“ Hintergrund: Eine Großteil der ehrenamtlich
Tätigen steht an der Grenze zum Rentnerleben. Dass mindestens jeder siebte Ostprignitz-Ruppiner Mitglied in einem Sportverein ist, freut den Neuruppiner
CDU-Politiker Sebastian Steineke. Insofern sei die Sportförderung, die der Kreistag befürwortet hat, sehr gut angelegtes Geld.