Sebastian Steineke.   Ihr Bundestagsabgeordneter für Nordwest-Brandenburg
06.08.2014, 10:33 Uhr | MAZ - Kyritzer Tageblatt 6.8.2014 / Sandra Bels

Sommertour-Auftakt an der Dosse
Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) war gestern bei der HTK in Wusterhausen zu Gast

Wusterhausen – Betriebe, die sonst selten im Mittelpunkt stehen, besucht
der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Havelland, Sebastian Steineke (CDU) in der parlamentarischen Sommerpause. Zum Auftakt der Sommertour, die jährlich stattfinden soll, war Steineke gestern in Wusterhausen bei der Gesellschaft für Hoch-, Tief-und Kulturbau (HTK). Geschäftsführer Gerhard Ganswindt nannte ihm die Eckdaten des Unternehmens. So gibt es mehr als 70 Mitarbeiter in den beiden Firmen, denn die HTK teilt sich in die HTK Gesellschaft, die
den klassischen Rohrleitungsbau erledigt, und die HTK Bau für Ingenieurbauleistungen. Die Zahl der Mitarbeiter sei in den vergangenen
Jahren konstant geblieben, so Ganswindt. Dennoch hat er Probleme,
Nachwuchs zu finden. „Wir haben immer ausgebildet und hatten bis zum Jahr 2005 keine Probleme, Azubis zu finden“, sagt er. Pro Lehrjahr wurden
stets drei eingestellt, sodass immer zwölf Lehrlinge im Betrieb tätig
waren. Ganswindt hat die Erfahrung gemacht, dass die Jugendlichen
heute die Ausbildung zum Beispiel zum Baumaschinisten, der in Wusterhausen dringend gebraucht wird, unterschätzen. „Von dem Standpunkt, wenn nichts klappt, dann gehe ich auf den Bau, sollte man sich schnell verabschieden“, rät der Geschäftsführer jungen Leuten. Die Anforderungen seien hoch, ebenso die Rechendefizite bei Bewerbern. „Aber auch ein Maurer muss ausrechnen können, wie viele Steine er für eine
Mauer benötigt“, so Ganswindt. Er bedauert es, dass das Überbetriebliche
Ausbildungszentrum in Friesack wegen Azubi-Mangel geschlossen wurde. Die Lehrlinge der HTK müssen deshalb nach Brandenburg und Hennigsdorf
zur Schule fahren. Um sie zu motivieren, sich mehr anzustrengen, hat Ganswindt ihnen 20 Prozent mehr Lehrlingsgeld in Aussicht gestellt, wenn die Leistungen besser als 3,0 sind.
Auch der Fachkräftemangel ist ein Thema für das Wusterhausener
Unternehmen. „Mit einem Mindestlohn locken sie heute keinen guten Leute mehr in ihre Firma“, sagt Ganswindt. Wie in anderen Branchen müsse man außerdem damit rechnen, dass gute Leute abgeworben werden. Dennoch
so Ganswindt, ist das Unternehmen gut aufgestellt und hat bis Ende November die Auftragsbücher voll. Sebastian Steineke bot dem Geschäftsführer seine Hilfe an. Er sagte, dass gerade die kleineren Betriebe in Brandenburg die Ader der Wirtschaft sind: „Bei uns kommt doch alles aus dem Mittelstand“, so der Abgeordnete.