Gemeinsam mit dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dierk Homeyer, war
Sebastian Steineke, Bundestagsabgeordneter für den Nordwesten Brandenburgs, einen Tag lang in der Prignitz unterwegs, um sich zu informieren, wo der Handyempfang besonders schlecht ist.
Erster Stopp auf der Tour war Tangendorf, ein Ortsteil der Gemeinde Groß Pankow. Bürgermeister Marco Radloff, Ortsvorsteher Hartmut Hanisch und Einwohner schilderten die Probleme mit dem Funkloch. In Groß Pankow sei die Hälfte aller Ortsteile nicht vernünftig erreichbar, sagte Radloff und wies darauf hin, dass durch diese Unterversorgung die Lebensqualität auf dem Land entscheidend leide.
In erster Linie seien hier die Mobilfunkanbieter in der Pflicht. Homeyer und Steineke können sich aber vorstellen, dass ein flächendeckender Mobilfunkempfang auch durch Landes- oder Bundesprogramme finanziert werden könne, wenn der Ausbau durch die Anbieter wirtschaftlich nicht mehr darstellbar sei. Das Land habe das Problem lange ignoriert, musste nun aber aufgrund der Funklochmelder-Initiative der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg erkennen, dass viele Bürgerinnen und Bürger darunter leiden. Homeyer nannte als Lösungsansatz das Beispiel der Förderung des Breitbandausbaus durch den Bund.
„Der Ausbau allein durch die Wirtschaft wird nicht funktionieren. Dafür müssen wir auch Steuergeld in die Hand nehmen“, sagte Homeyer und forderte die Kommunen auf, sich aktiv für eine Lösung des Problems einzusetzen: „Die Verwaltungen sollten konkrete Standorte für den Bau von Türmen oder bereits vorhandene Gebäude nennen, die die Netzbetreiber nutzen können. Ziel muss es sein, dass alle Anbieter jeweils auf einen Standort zugreifen können.“
Sebastian Steineke bekräftigte, dass sich Gemeinden, Städte und der Landkreis gemeinsam für eine Lösung einsetzen müssen. „Es wäre sehr hilfreich, wenn möglichst schnell Funklöcher gemeldet werden, damit wir wissen, wo es mit dem Empfang hapert. Dann könnte der Beginn des Breitbandausbaus auch gleich genutzt werden, um die Technik für einen besseren Handyempfang zu installieren.“
Steineke und Homeyer informierten sich am 23. August 2017 außerdem in Bentwisch, Ferbitz und Unbesandten über die unbefriedigende Situation.
Hintergrund: Auf der Internetseite
www.funkloch-brandenburg.de sammelt die CDU-Landtagsfraktion noch bis Anfang Oktober Hinweise auf „weiße Flecken“. Nach Auswertung des Ergebnisses soll nach Lösungsansätzen für eine flächendeckende Versorgung gesucht werden. Bislang sind fast 22 000 Meldungen auf der interaktiven Landkarte eingetragen worden.