30.077.627 Euro für schnelles Internet

Landkreis Havelland erhält vier Zuwendungsbescheide

Havelland/Berlin. 30.077.627 Euro sind eine stattliche Summe, über die sich der Landkreis Havelland freut. Vier Zuwendungsbescheide in dieser
Gesamthöhe konnte Landrat Roger Lewandowski (CDU) zusammen mit den CDU-Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler und Sebastian Steineke vom zuständigen Bundesminister Alexander Dobrindt (CDU) in Berlin in Empfang nehmen. Damit fördert die Bundesregierung Infrastrukturprojekte zum
Breitbandausbau im Havelland. Dobrindts Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gewährte die volle Fördersumme, die durch den Landkreis beantragt wurde, wie aus der Pressestelle der Kreisverwaltung
heißt. In einer diesbezüglichen Mitteilung vom Donnerstag wird Lewandowski mit den Worten zitiert: „Ich freue mich sehr, dass all unsere Anträge ausnahmslos und ohne Abstriche gefördert werden. Damit kommen wir unserem Ziel, eine flächendeckende Breitbandversorgung für das Havelland mit schnellem Internet zu erreichen, einen riesigen Schritt näher. Nun können endlich auch die Regionen unseres Landkreises, die bisher von einer schnellen Datenverbindung abgehängt waren, angeschlossen werden.“

Zusammen mit der Förderung des Landes und eigenen Mitteln sollen, laut Landrat, insgesamt fast 54 Millionen Euro in die Umsetzung geplanter Maßnahmen investiert werden. Für den Spaatzer Uwe Feiler sei schnelles Internet gleichzusetzen mit der Grundversorgung durch Energie, Wasser, Abwasser und Verkehrsinfrastruktur und damit ein Bedürfnis, das genauso
befriedigt werden müsste. So hatte er sich im April 2016 geäußert. Besonders im ländlichen Raum Brandenburgs, so auch im Havelland, sei die Unterversorgung zum Teil gravierend. In dem Zusammenhang hatte er auf die Förderung der Bundesregierung mit einem Volumen von insgesamt 2,7 Milliarden Euro verwiesen. Ziel ist es, möglichst bis 2018 bundesweit die flächendeckende Breitbandversorgung zu erreichen. Also auch im Havelland. Der Landkreis hat inzwischen sogar einen Breitbandbeauftragten. Stephan Borchert ist im Referat Wirtschaftsförderung angesiedelt. Zunächst geht es darum, die Breitband-Maßnahmen europaweit auszuschreiben. Laut einem Bericht zum Breitbandausbau auf www.moz.de vom 4. Juli haben nur rund 62 Prozent der Brandenburger Zugang zu einer Breitbandversorgung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde. Im ostdeutschen Vergleich sei die Mark damit Spitzenreiter, im Vergleich mit Flächenländern im Western hinke sie aber hinterher, und im Bundesdurchschnitt liege der Wert bei 75 Prozent.

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