Wie das Pflegestärkungsgesetz in der Praxis wirkt

Sebastian Steineke MdB besucht in Dreetz Einrichtung des Diakonischen Werkes

v.l.n.r.: Sebastian Steineke MdB, Pflegedienstleiterinnen Heike Hetzke und Sandra Lüderitz, Werner Böhm (Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Ostprignitz-Ruppin e. V.)
v.l.n.r.: Sebastian Steineke MdB, Pflegedienstleiterinnen Heike Hetzke und Sandra Lüderitz, Werner Böhm (Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Ostprignitz-Ruppin e. V.)

Im Oktober 2013 eröffnete das Diakonische Werk Ostprignitz-Ruppin e.V. eine Einrichtung in der Schulstraße in Dreetz. Hier werden Senioren in der Tagespflege betreut und können altersgerecht wohnen. Wie gut das in ländlichen Regionen funktioniert, darüber informierte sich Sebastian Steineke, Bundestagsabgeordneter für den Nordwesten Brandenburgs, bei einem Besuch am 4. Juli 2017. 
 
Der Standort in Dreetz wird so gut angenommen, dass nicht nur alle Plätze in der Tagespflege, sondern auch sämtliche Zimmer in der Senioren-WG belegt sind.

„Wer auf dem Land alt werden möchte, kann das bei uns tun“, erklärte Werner Böhm, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Ostprignitz-Ruppin nicht ohne Stolz. Gerne würde er das Angebot erweitern, doch die Kapazitäten sind erschöpft. Und das nicht nur räumlich. Auch auf dem Arbeitsmarkt seien gut ausgebildete Fachkräfte rar. 
 
Im Rahmen seiner Sommertour informiert sich Sebastian Steineke, wie Entscheidungen des Bundestages im Wahlkreis umgesetzt werden. Er bekam ein positives Echo auf das in dieser Legislaturperiode verabschiedete Pflegestärkungsgesetz. Die Einführung der Pflegegrade statt der vorherigen Pflegestufen ließe sich gut umsetzen. Nur die finanziellen Abstufungen zwischen den Graden seien zu gering, bemängelten Pflegedienstleiterin Heike Hetzke und ihre Kollegin Sandra Lüderitz. 
 
Steineke freute sich über die ehrlichen Antworten: „So etwas aus erster Hand zu erfahren, ist mir sehr wichtig. Diese Informationen können bei der geplanten Evaluierung des Gesetzes helfen, um Mängel zu beheben. Es hilft ja keinem, wenn wir im Bundestag Gesetze beschließen, die in der Praxis nicht funktionieren.“
 

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