RE6: Steineke erhält Antwort der Bahn

Abgeordneter sieht erheblichen Nachbesserungsbedarf bei Ersatzzügen

Foto: Marc Heller
Foto: Marc Heller

Der Bundestagsabgeordnete für den Nordwesten Brandenburgs, Sebastian Steineke, hat aufgrund zahlreicher Beschwerden zu den aktuellen Zugausfällen der Linie RE6 gestern eine Anfrage an die Deutsche Bahn gestellt. Viel Neues geht daraus leider nicht hervor. Lediglich der Aspekt, dass weiterhin eine Bereitstellung von Ersatzzügen geprüft werde, gibt Anlass zur Hoffnung. 

Grundsätzlich sieht Steineke erheblichen Nachbesserungsbedarf bei der Bereitstellung von Ersatzfahrzeugen. Dies sollte bei zukünftigen Ausschreibungen der Strecken stärker berücksichtigt werden.
 
Die Antworten finden Sie hier

Fragen Sebastian Steineke MdB und Antworten Deutsche Bahn


Aus welchen Gründen haben die Fahrgäste so kurzfristig von dem Ausfall erfahren?

Vor der Information an die Fahrgäste mussten die technischen Sachverhalte der aufgetretenen Ereignisse analysiert werden, um die dann getroffene Entscheidung, eine Sofortüberprüfuung bei allen VT 646 an Dieselmotoren, den Abgasturboladern, den Kraftstoff- / Ölleitungen und den Anschlüssen und Verschraubungen als Sofortmaßnahme zu veranlassen, abzuwägen. Infolge dieser Analyse/Entscheidung wurde eine instandhaltungstechnische Weisung (Arbeitsanweisung) in Kraft gesetzt. Am Folgetag erfolgte in Abstimmung mit dem Flottenmanagement eine Ermittlung der verbleibenden Fahrzeugverfügbarkeit - auch unter Berücksichtigung bereits geplanter Instandhaltungen. Im Ergebnis ist festgestellt worden, dass für den Betrieb nicht mehr genügend Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund wurde entschieden, die Verkehrsleistungen im Netz "Nordwestbrandenburg" einzukürzen, um zumindest im Abschnitt Wittstock <> Hennigsdorf die geplante Zugbildung verlässlich abzusichern (Doppeltraktion zum Schulbeginn). Die Planung und Organisation des SEV erfolgte am 03.02.17 in den Vormittagsstunden.  Nach Bestätigung der Durchführbarkeit und des Fahrplans des Busersatzverkehrs wurde die Kundeninformationsoffensive wie folgt gestartet: 

Bekanntgabe einer Verkehrsmeldung (https://www.bahn.de/blitz/view/brbg/uebersicht.shtml)  ab 03.02.17; 14:07 Uhr

Beauftragung von Ansagen durch Zugbegleiter in den Zügen ab 03.02.17; 14:39 Uhr fortlaufend bis heute

HIM-Meldungen für die betreffenden Zügen sind ab 04.02.17; 09:00 Uhr in der Reiseauskunft veröffentlicht worden 

Zugausfälle sind in die Reiseauskunft durch die Transportleitung ab Samstag für den Wochenstart am 06. und 07.02.17 eingestellt worden (wtr. fortlaufend), Eine frühere Eingabe in die Reiseauskunft ist nicht möglich, weil systemtechnisch frühestens zwei Tage vor den Betriebstag Eingaben getätigt werden können. Die Reiseauskunft kann nur einmal wöchentlich angepasst werden, zum 10.02.17 sind die Fahrplanänderungen inkl. SEV-Fahrzeiten online.

Wie werden die Fahrgäste in Zukunft über den aktuellen Sachstand informiert ? 

Die Fahrgäste werden fortlaufend über die tagesaktuelle Reiseverbindungen in der Live-Auskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/liveauskunft informiert. Verkehrsmeldungen sind unter bahn.de/aktuell enthalten.


Gibt es keine anderen Lösungen bezüglich des Schienenersatzverkehrs (z.B. Ersatzzüge)? 

Der Einsatz von Ersatzzügen ist in Prüfung. Jedoch müssen die Fahrzeuge für die Strecken auch geeignet (Bahnsteighöhen, Fahrdynamik, Kapazität) und die Triebfahrzeugführer entsprechend geschult sein.





 

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